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wohl thut und mich zugleich der feſten Treue für andere geſetzliche Herren verſichert — die alſo das letzte Eurer Hirngeſpinnſte zerſtören müßte? O, ich ſoll Euren Worten glauben, glauben, daß Ihr wirklich und wahrhaft Eure tollkühnen Wünſche aufgebt, während Ihr die Leute, welche ſie nähren und aufrecht halten, Eure beſten Freunde nennt? Ihr ſagt, daß Ihr allen Muth und alle Anſprüche auf⸗ gebt, und Ihr nennt ſie, welche den Muth anfeuern und die Anſprüche in Euren Augen zu rechtfertigen ſuchen, Eure treuſten Diener, und erfleht als die größte Gnade, als Euer erſtes Bedürfniß, für das Ihr zu jedem Opfer be⸗ reit wäret, ſie bei Euch behalten zu dürfen?“
Der Kardinal ſchwieg eine Weile und ſah Don Fer⸗ nando mit durchdringendem Blicke an, und dieſer, der weder die Geiſteskraft, noch die Selbſtbeherrſchung beſaß, welche verbirgt, was ſie erſchüttern will, konnte ſich nicht länger gleich bleiben, als er bemerkte, daß man ihn durch⸗ ſchaue. Er antwortete nur mit Thränen und mit geſenk⸗ Haupte, während ſeine Hand in der des Fragers zitterte.
„Ihr habt mich edelmüthig genannt,“ fuhr dieſer ſanfter und in ermuthigenderem Tone fort. „Ich werde es ſein und Alles vergeſſen, womit Ihr mich perſönlich kränkt, indem ich Alles, was auch geſchah und geſagt wurde, auf Rechnung Eurer unbedachtſamen Jugend ſtelle und zu Euch rede, nicht wie der Regent zu einem mur⸗ renden Prinzen, ſondern wie ein Vater zu ſeinem Sohn, auf deſſen Reue er hofft. Mein Alter und meine Würde geben mir ein Recht dazu und es kann für Euer folgen⸗ des Leben von großen Folgen ſein, wenn Ihr mich an⸗ hören wollt, wie ich es wünſche. Ihr nanntet mich Euren Feind, und Ihr ſeid doch der Sohn Johanna's, der Enkel Iſabellens, meiner frommen Königin und edeln Wohl⸗ thäterin; — wie wenig kennt Ihr mein Herz, welches ſo warm für Euer Blut ſchlägt! Ihr ſeid ein ächt ſpani⸗ ſcher Fürſt, unter unſerem Himmel geboren, in unſern Sitten erzogen, Ihr ehrt und liebt Euer Land ſelbſt bis


