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Kleine Novellen : vier Bändchen / von A.G.L. Toussaint
Entstehung
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land bewies und nie verläugnete, gab er dem eingebornen Fürſten den Vorzug vor dem fremden Schwiegerſohn, ob⸗ ſchon der Erſtere von Allen verlaſſen war und ſich nie als Freund gegen ihn gezeigt hatte, während der Letztere als eine aufgehende Sonne da ſtand, der zu huldigen gewiß ſein Vortheil erheiſcht hätte. In den Tagen rettete die feine Politik von imenes, ſeine Vorſicht, ſein richtiger Blick und ſein gewandter Arm das arme Spanien von einem Bürgerkrieg, von ſchävlichem, blutigem Streit zwi⸗ ſchen Vater und Sohn; er lehrte dieſe einander ertragen, räumte Mißverſtändniſſe aus dem Wege, wo es nur ging, und gab Ferdinand einſtweilen Beſchäftigung, während er Pil mit dem Verſprechen des Scepters nach Spanien erief.

Der Tod aber riß dieß Scepter aus der Hand des blühenden Sohnes von Oeſterreich, noch ehe ſeine Finger es umſchloſſen hatten; und eine durch leidenſchaftliche Liebe wahnſinnig gewordene Frau und ein unmündiger Knabe blieben als Erben ſeiner Rechte zurück.

Ferdinand war inzwiſchen, glühende Eiferſucht auf ſeinen Schwiegerſohn im Herzen, nach Arragon zurück⸗ gezogen, und ſann auf Mittel, einestheils, ſeine Macht anderswo auszubreiten, anderntheils, dem ſeiner Gemahlin gegebenen Verſprechen zuwider, durch eine zweite Ehe ihren Erben einen Theil ſeiner Staaten zu entziehen.

Dieſer Abſichten, ſo wie mancher Fürſtenuntugend willen, beſonders aber wegen ſeiner arragoneſiſchen Abkunft bei den eaſtilianiſchen Großen verhaßt, ſchloßen dieſe ihn von der Regentſchaft aus, deren Vertreterin beim Tode Philipps des Schönen Johanna geworden war, obſchon er, als Vormund die nächſten Anſprüche hatte, die Ange⸗ legenheiten ſeiner Tochter zu ordnen. Es iſt merkwürdig, und wohl der glänzendſte Beweis von der Achtung und dem hohen Vertrauen, welche Kimenes ſich erworben hatte, daß dieſelben Menſchen, welche Ferdinand fürchteten und verließen, die Regierung in die Hände des Kardinals leg⸗