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Kleine Novellen : vier Bändchen / von A.G.L. Toussaint
Entstehung
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„Das war ſeit lange ſchon der Wunſch der Fläminge,“ erwiederte Limenes trocken.

„Und es iſt der Triumph unſerer Parth —, das heißt Eurer Feinde,“ verbeſſerte Adrian ſchnell.

„Das iſt gerade nicht den Intereſſen Spaniens ge⸗ fährlich, und mein ſehnlichſter Wunſch wird erhoͤrt, der König kommt. . .

„Und Chisores mit ihm,“ ſiel Adrian ein.

„Der kann nicht mehr ſchaden, ſeitdem ich ihm ſeinen Handel mit Aemtern nahm.“

„Aber fürchtet Ihr denn nicht, daß er Euren Einfluß gefährde?“

„Ihr fürchtet das, nicht wahr?“ frug Zimenes lachend; ſeitdem er Euch als Erzieher ſeiner Hoheit ver⸗ drängte und Euch in dieſe ehrenvolle Verbannung nach Madrid ſandte.“

„Seitdem bin ich Euch zur Laſt „“ ſprach Adrian mit Nachdruck.

„O, Ihr ſteht mir nicht im Wege,“ antwortete gi⸗ menes mit der feinſten Nüance zwiſchen Verachtung und Spott, welche ſich je auf einem geiſtvollen Geſicht zeigte.

„Aber ſo verſteht mich voch!“ ſprach jetzt der Biſchof von Tortoſa. „Wenn Chiévres mit dem Koͤnig kommt, was wird dann aus Eurer Regentſchaft?“

Der Kardinal zuckte die Schultern und nahm eine Orange.

„Denkt Ihr denn ewig zu regieren?“ polterte Adrian drein, verdrießlich, daß er nicht eine Falte auf der Stirn dieſes Feindes aufkommen ſah, dem er doch von einer be⸗ vorſtehenden Niederlage ſprach.

„Cwig? nein, davor bewahre mich Gott, der mir ſchon zu ſeiner Zeit Ruhe bei ſeinen Seligen ſchenken wird,“ ſprach der Regent ſchnell und fuhr dann in dem Tone feſten Vertrauens und voller Ueberzeugung fort, den nur er annehmen konnte:

„So lange aber werde ich regieren, als ich lebe, und möge ich nicht früher ſterben, als Spanien meiner