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Kleine Novellen : vier Bändchen / von A.G.L. Toussaint
Entstehung
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zu den Männern, welche wir zuerſt eingeführt aben:

„Ehrwürdige Herrn und liebe Söhne in Chriſto! Ich möchte mich gar zu gern mit Euch in Geſprächen über die heilige Gottesgelehrtheit ergehen und nach den irdiſchen Sorgen, welche auf mir laſten, mich in ihnen erhohlen, aber für heut iſt mir das nicht vergönnt. Nehmt darum meinen Dank für den guten Willen, womit Ihr . Geſellſchaft leiſten wolltet und zugleich meinen beſten

egen!“

Nachdem ſie ſich entfernt hatten, ſprach er zu dem flämiſchen Boten:

„Sennor Gauthier, ein anderer, wie ich, hätte Urſache, mit Euch unzufrieden zu ſein. Ich ehre aber jeden, der ſeine Pflicht thut und feſt an ihr hält und lege Euch keine andere Buße auf, als die einer kurzen Gefangenſchaft unter der Obhut unſerer lieben Nichte Valentina. — Sennora, ſeid ſo gut, und nehmt Euch ſeiner an, bis ich mit meinem hohen Amtsgenoſſen fertig bin. — Sennor Inico, laßt uns allein.“

Der Majordomo warf einen verzweiflungsvollen Blick auf das ſpärliche Mahl und wollte ſich ſchweigend ent⸗ fernen. Fimenes lächelte.

„Beruhigt Euch, ich faſte nicht länger. Gebt mir noch einmal den Becher und reicht mir den Fiſch. — Euch, Monſennor, darf ich nicht einladen, an dem Mahle Theil zu nehmen. Laßt mich ſchnell etwas eſſen, Ihr könnt inzwiſchen dieß hier leſen.“

Und er reichte Adrian eins der Papiere und lehnte einen Augenblick das Haupt an Inico. Man ſah wohl, daß er nur dann ſeine Mattigkeit nicht fühlte, wenn er in übergroßer Aufregung ſich ſelbſt vergaß.

Als der Hofmeiſter weg war, machte Adrian von utrecht ſeiner Verwunderung über das Geleſene Luft.

„Aber um des Himmels willen, Monſennor, wie könnt Ihr ſo ruhig ſein, nun wo Chisvres mit Frankreich Friede geſchloſſen hat?“