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nur: auch ſie, ja ſie auch iſt von der ſtrafwürdigen Peſt der Ketzerei angeſteckt; befehlt ihr, daß ſie ſchnell nach Hauſe zurückkomme, damit ſie hier auf den wahren Weg des Heiles wiederkehre!“
„Ich will das Johanna gern ſagen, aber Du weißt, ſeit der Schmerz ihr Herz bitter gemacht, iſt nicht viel an ihr zu ändern; ſie hat ſich daran gewöhnt, ihren eigenen Weg zu gehn; ſie iſt verſtändiger, als viele Andern, und auch alt genug, um ſelbſt für ſich zu ſorgen.“ dunkle Röthe überflog Arnolds Stirne, und er prach:
„Ihr wollt alſo nicht Euren ganzen mütterlichen Einfluß aufbieten, um ſie abzuwenden .
„Mein Sohn, ſie iſt das Ebenbild von Dir. Du weißt beſſer, wie Jemand, wie wenig meine mütterlichen Ermahnungen über Dich vermögen, um Deinen ſtolzen Sinn zur Demuth zu bringen!“ antwortete ſie ernſt, doch ohne Härte; und er ſenkte das Haupt, wie wenn er tief die Wahrheit des ſanften Verweiſes fühle, und zerbiß die bleiche Unterlippe.
„Du warſt darum nicht minder ein liebender Sohn,“ fuhr Frau Reinersz ermuthigend fort; „grade wie Johanna, die mir eine gute Tochter iſt. Aber es wird jetzt Zeit, von Dir und Deinen Sachen zu ſprechen. Du kehrſt jetzt nach Dort zurück 4
„Auf der Stelle,“ erwiederte er barſch und ohne ſie anzuſehn.
„Aber nicht eher, als bis Du Dich ein wenig ge⸗ ſtärkt und bis Du ausgeruht haſt. Und ſobald Du nach Dordt kommſt, rathe ich Dir, zu Meiſter Floris Oem zu gehen; das iſt ein frommer, achtbarer Mann, der Einfluß auf Deine Liebſte hat und ſie mit Ruhe und Ernſt er⸗ mahnen wird. Und laß ſie denn etwas nachgeben und gieb Du etwas nach, dann wird mit Gottes Hülfe wieder Alles ins Geleis kommen.“


