Teil eines Werkes 
1. bis. 3. Bändchen (1847)
Entstehung
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ſchmückt, vom Kopfe ſchob und es rückwärts warf, wo es an ver ſilbernen Fangſchnur hängen blieb.

Es war Hugo, der jüngſte Sohn des Hauſes, der ſeiner Neigung folgend, zu Antwerpen bei einem Maler der edeln Kunſt pflegte, die, ſeit die großen Meiſter in Italien aufſtanden, und van Eyck ſeine herrliche Erfindung gemacht, das Intereſſe und die Begeiſterung der Nieder⸗ länder mächtig weckte. Er war jetzt ſeit einigen Tagen in Utrecht, um das Feſt in Lauerneſſe mit feiern zu hel⸗ fen. Seine heitern, aber ſcharfen Züge, die funkelnden Augen und das dunkle Roth ſeiner Wangen ließen den lebensluſtigen Jüngling in ihm erkennen, der reizbar bei einem Worte in wilder Heftigkeit auffährt, um zwei Mi⸗ nuten ſpäter ſich unter lautem Lachen wieder zu verſöhnen. Sein ganzes Aeußere zeugte eher von Oberflächlichkeit, als von tieferm Nachdenken und klarerm Blick. Er war hübſch, ſchlank, leicht, ſchnell und man ſah ihm gleich an, vaß er ein beſſerer Tänzer als Theologe ſein müſſe. Der junge Mann, den er hereinführte, verdient unſere Aufmerk⸗ ſamkeit mehr. Schon ſeine Kleidung unterſchied ihn von Hugo. Man fand daran keine bunten Farben, wie bei dieſem, ſondern nur das ernſte Schwarz, welches langſam unter den vornehmen Bürgern Mode wurde. Nicht prunk⸗ ſüchtige Nachahmungswuth hatte ihn zur Wahl dieſer Farbe beſtimmt, das ſah man daraus, daß weder eine goldene Kette, noch ſilberne Stickereien, noch kleine Gold⸗ knöpſchen ſich bei ihm fanden; nur ein ſehr einfacher weißer Halskragen brach die Eintönigkeit des Anzuges. Ein ſchwarzes Sammtbarett, dem von Hugo nicht unähnlich, bedeckte das ſtark gekürzte Haar. Auch die Schönheit und Feinheit des Linnens bewies, daß eher Wahl, als Noth allen überflüſſigen Prunk aus ſeinem Anzuge verbannte. Dieß werden wir um ſo eher glauben, ſobald wir ihn kennen als Laurenz Corneliszvon, Neffe und Erbe eines der reichſten Kaufleute von Amſterdam, welches damals ſchon anfing, mit Antwerpen zu wetteifern. Er hatte auf