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Füßchen das ſchnelle Rad in Bewegung ſetzte; eine breite, zu beiden Seiten leicht herabfallende Schürze, auf der die ſilberne Kette mit der prächtigen Taſche glänzte, vol⸗ lendete ihren Anzug.
Ihr gegenüber, etwas tiefer ſaß eine andere Frau, deren Kleidung ſich von der ihren nur durch ernſtere Far⸗ ben, die dichtere Haube, durch ſchmale Ränder von Fuchs⸗ pelz ſtatt der ſilbernen Borten, dem hausmütterlichen Beutel und dem Schlüſſelhaken unterſchied. Sie ſpann eifrig und aufmerkſam fort. Es war die Wittwe Bakelsze ſelbſt, auf ihren Wangen lag noch der Schimmer der Geſundheit und Kraft, obwohl der der Jugend ſchon ſeit zwanzig Sommern verblichen war. Man ſah ihr an, daß ſie alle die trefflichen Eigenſchaften beſitzen müſſe, welche eine würdige holländiſche Hausfrau auszeichnen. Für ihre Bildung war wenig geſchehen, ſie hatte ſich keinerlei Kennt⸗ niſſe erworben; die Bauerstochter von Woerden konnte noch nicht viel Vortheil von der Erfindung Koſtars *) haben; ſie beſaß aber genug natürlichen Verſtand und richtiges Urtheil, um in Allem, was ihren weiblichen Be⸗ ruf anging, mit Umſicht und Ueberlegung und vorſichtiger Bedachtſamkeit zu Werke zu gehn. Sie war die treue und geduldige Gattin eines harten Mannes geweſen, deſſen unzähmbare Leidenſchaftlichkeit ihn früh in's Grab geriſſen hatte; kurz, ſie war eine tüchtige Hausfrau und eine ſorg⸗ ſame und liebende Mutter ihrer Kinder. In dieſen hatte ſie ſehr verſchiedene Charaktere zu leiten. An ihren Zwillin⸗ gen war nicht viel zu beugen, das iſt wahr; ſie hatte weder Arnolds hochſtrebenden Geiſt recht begriffen, noch war ſie in die Tiefe von Johanna's Herzen gedrungen; aber eine Andere, welche hier bilden gewollt, würde gewiß verbildet haben; fie hatte ſich doch die Achtung und die Liebe der Beiden erworben, und die Vorliebe, welche ſie gewiß ihren beiden jüngern Kindern zutrug,
*) Zu deutſch: Guttenberg. W.


