Teil eines Werkes 
1. bis. 3. Bändchen (1847)
Entstehung
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Und mit ihrem gewohnten Ungeſtüm riß ſie den jun⸗ gen Mann mit ſich, der ihr vergebens deutlich zu machen ſuchte, daß der Generalvicar kein liſtiger Feind ſein könne.

XI. Störung und Bitterkeit.

Ich führe meine Leſer bei der Witwe von Reinier Bakelz, bei Arnolds Mutter ein. Sie bewohnte ein ſchö⸗ nes Bürgerhaus auf dem alten Graben zu Utrecht. Wenn auch ſchmal, war es doch hoch und mußte Raum im Ueberfluß haben; wenigſtens ließ ſich dieß aus den vielen kleinen Fenſtern ſchließen. Die fünfzehn Stufen, in wel⸗ chem der Giebel oben ſpitz zulief, gaben ihm etwas regel⸗

mäßiges, welches für ihre Steifheit entſchädigte. Wie alles Holzwerk, ſo war auch die Thüre dunkelgrün ange⸗ ſtrichen; dieß gab ein ſehr ernſtes Ausſehen. Sie theilte ſich in der Mitte ihrer Höhe und an dem obern, jetzt offenen Theile prangte ein rieſiger eiſerner Klöppel zum Anpochen. War die Oberthüre geöffnet, um mehr Licht in die finſtere Wohnung einzulaſſen, in der es bereits dämmerte, obgleich die Sonne noch hoch ſtand? Oder um dem Vorübergehenden einen Blick auf das ſchone Mädchen zu gönnen, welches in dem als Zimmer eingerich⸗ teten Hausflur am Rocken ſaß? Oder wollte ſie viel⸗ leicht. „7 Man ſollte es faſt von ihr glauben, denn die hellblauen Augen irrten ſo oft von dem ſchnurrenden Rädchen zur Thüre hin, und wandten ſich dann ſo bitter Das Haus Lauerneſſe. 1. 12