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und das iſt gewiß Sünde, denn wahrlich, wenn all meine Hoffnung auf irdiſch Glück verloren iſt, dann habe ich eine ſo feſtere auf die Zukunft und ich habe gewonnen.
„Aber das koſtet viel, zu ſagen: Ich habe gewonnen, und es mit heiterm Munde und thränenloſem Auge zu ſagen. Jeſus, mein Herr, vergib der Schwachen!““
Doch erſt, wo ſie auf ihren Abfall trotzte, kehrte Balduins Muth als Prieſter zurück.
„Und wißt Ihr denn gewiß, daß Ihr gewonnen dabei, dreimal Unglückliche? Wer ſagt Euch das? Der unvor⸗ ſichtige Knabe, der, ſelbſt bethört, Euch und die ihn hören, in ſeine Bethörung hineinreißt? Gewonnen, weil Ihr ihm auf Wegen folgt, deren Ende er ſelbſt nicht kennt, von denen er nicht weiß, wohin ſie führen? auf Wegen, die nur aus Uebereilung betreten werden, oder aus Verfüh⸗ rung? Gewonnen, weil Ihr verachtungsvoll den Altären den Rücken kehrt, vor denen Eure Ahnen ſeit Jahrhun⸗ derten ehrerbietungsvoll gekniet? Oder weil Ihr Euch losgeriſſen aus dem Schoße der Kirche, in welcher ſie und Millionen mit Ihnen als fromme Chriſten gelebt und mit wahrer Hoffnung auf ewige Seligkeit geſtorben ſind? Weil Ihr Euch von der Zucht der Mutter befreit habt, die nur gegen verhärtete Sünder ſtreng iſt? Ich ſage Euch, wer dieſe Zucht verſchmäht, der thut Unrecht und aus Löſung aller Bande folgt Unordnung und bei ihr blühen keine Chriſtentugenden. Oder glaubt Ihr gewonnen zu haben, weil Ihr einen achtungswerthen, edeln Jüngling Euch entfremdet habt, der Euch ein guter Geleitsmann durchs Leben hätte ſein können?
„O Herr, Ihr wißt wohl, daß ich all dieß nicht ge⸗ ſucht und nicht ſuchen wollte. Arnold hat mir ſeine Liebe entzogen, weil er nicht duldſam gegen meinen neuen Glau⸗ ben iſt, ihn einen Irrthum nennt, und Herr, Ihr wißt doch auch, — die Kirche — iſt nicht mehr was ſie war, als meine Ahnen ſich zu ihr bekannten, die meiſten ihrer Diener Vater Lucian „


