Teil eines Werkes 
1. bis. 3. Bändchen (1847)
Entstehung
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ich; aber meinen Sohn bewahre ich vor der Peſt, ſo lange, wie ich nur kann.“

Donna Tereſia ſagte nicht, daß ſie ſonſt nicht wiſſe, wo aus noch ein und daß ſie nur das eine Obdach habe, welches die Gaftfreiheit ihr bot.

„O Euer Ehrwürden ſolltet ſie in der Kapelle ſehn. Sie ſitzen da oft und fingen und beten zuſammen nach ihrer ketzeriſchen Weiſe, daß es ein Gräuel zu hören iſt; ich gehe darum auch alle Tage ins nahe Kloſter zur Beichte, um mich von den ſündigen Klängen zu befreien, die gegen meinen Willen meine Ohren beflecken. Ich weiß, was es heißt, im Hauſe der Sünde rein bleiben; ja das weiß ich.“

Wir müſſen bemerken, daß der Vicar bei dem Allem das Korn wohl von der Spreu zu unterſcheiden wußte und die Thatſachen von der Weiſe ihrer Deutung; ſobald die gute Donna darum auf ſich kam und er einſah, daß er jetzt nichts Neues mehr erfahren werde, ſprach er:

„Bringet mich nun ſchnell zum Evelfräulein; vielleicht findet ein gut Wort bei ihr eine gute Statt!“

„Meine Nichte Ottilie hat ſich, nachdem ſie aus der Ohnmacht wieder erwachte, in welche die Scene mit Herrn Arnold ſie geworfen hatte, in ihr Betkämmerchen einge⸗ ſchloſſen, und in ihrem Schmerz ſelbſt all ihre neuen Freunde von ſich weggeſchickt.“

„Nun dann iſt ein alter Freund ihr vielleicht willkom⸗ men;“ und ohne weiter auf die Donna zu hören, wandte ſich der Vicar dem wohlbekannten Stübchen zu und öffnete die Thür.

„Dieß Mannweib Johanna, die hier Geſetze vorſchreibt, als ob ihr Bruder wirklich Herr von Lauerneſſe werden ſolle, wird auch große Augen machen, wenn ſie hort, daß ich trotz ihres Schlingels von Knecht, den ſie als Spion ausſtellt, einen frommen und hohen Prieſter zu meiner Nichte zu bringen gewußt habe,“ ſprach Donna Tereſia