Teil eines Werkes 
1. bis. 3. Bändchen (1847)
Entstehung
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könnte uns in dieſem Drange der Zeiten von großem Nutzen ſein und eilet, damit Ihr ſeht, wie es auf Lauer⸗ neſſe ſteht.“

„Mein Herz verlangt nichts ſehnlicher; gebe Gott nur, daß es nicht zu ſpät iſt!“

Es war zu ſpät, das haben wir geſehen; der Pfeil war abgeſchoſſen und kein Menſch konnte ihn mehr in ſeinem Fluge zurückhalten.

X. Angriff und Vertheidigung.

Obſchon Pater Balduin die ganze Wahrheit nicht ahnte, ſo genügte doch die Angſt, Paul könne in Lauer⸗ neſſe Unheil geſtiftet haben, zu den bitterſten Vorwürfen über ſeine damalige Zerſtreuung. Paul ſelbſt bekümmerte ihn auch nicht wenig. Wie viel Religionshaß konnte der nicht ſchon auf ſich geladen, welchen Zorn, welchen Hohn, welchen Fallſtricken des Fanatism, welcher blinden Ver⸗ folgungsſucht konnte er ſich nicht ſchon ausgeſetzt haben, dieſer kühne und glühende Eiferer der Reformation! Als Pater Balduin ſich ſeiner ſo plötzlich annahm, da geſchah dieß aus doppelten Gründen, fürs Erſte, um den ihm durch einen theuren Freund empfohlenen Jüngling gegen ſich ſelbſt zu ſchützen und dann, um ihn gegen andere zu be⸗ hüten. Bei der Stimmung der Gemüther im Bisthum und der Grafſchaft mußte Paul gefährlich ſein. Noch be⸗ geiſtert von Luthers Wort, das er unmittelbar von deſſen Lippen empfangen, noch erfüllt von dem großartigen Schauſpiel zu Worms, konnte er nicht anders, als Kraft

„