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gen den allergrößten Biſchof anrichtet,“ flüſterte Phi⸗ lipp ihm lachend in's Ohr — „und auf Euer Wort, Vicar, mögen ſie eintreten und wollen wir ſie horen. Laß ſie kommen!“
Die drei Benediktiner, welche einige Augenblicke ſpä⸗ ter erſchienen, warfen ſich mit der üͤbertriebenſten und ſtlaviſcheſten Ehrerbietung zu den Füßen des Biſchofes nieder, der ausſah, als ob er ſie lieber mit dem Fuße hätte wegſtoßen, als aufheben wollen.
„Nun ſprecht, was iſt das, was Ihr uns ſagen wollt,“ begann er, als er ſah, daß ſie ſchwiegen.
„Wir bitten demüthig um Verzeihung, wenn wir kühner ſind, als es ſich für uns ſchickt,“ ſprach einer von ihnen, „aber was wir zu ſagen haben, können wir nur Euer Hochwürden allein mittheilen.“
„Das iſt Schade, dann werden wir nichts davon hören. Wir haben keine Geheimniſſe, welcher Art ſie auch ſein mögen, vor unſerm Generalvicar und wir wollen
nicht, daß wer ſich uns nähert, vor ihm geheim thun
ſoll. Sprecht alſo, oder ſchweigt, wie es Euch gut ſcheint.“
Bei dem Worte Generalvikar überfiel die Mönche eine ſichtbare Unruhe. Sie hatten geſehen, daß Jemand anweſend war, aber Pater Balduin nicht gleich erkannt. Der Sprecher, der zugleich der Muthigſte von ihnen ſchien, warf jetzt einen Blick auf den Vicar, worin ſo viel teuf⸗ liſcher Triumph lag, daß dieſer ſich die Stirne rieb, wie wenn er ſich irgend einer Sache hätte erinnern wollen.
Da begann der Benediktiner:
„Es wird unſere Schuld nicht ſein, wenn der ehr⸗ würdige Vicar etwas hören muß, was nicht ſüß klingt, denn es iſt eine Beſchuldigung gegen dieſen Herrn ſelbſt, die wir zu Euer Hochwürden Füßen legen und zwar nur aus Liebe zur Gerechtigkeit und zur Ehre der Kirche Gottes, der vorzuſtehn wir gehalten find.“
Er ſchwieg einen Augenblick.


