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Edlere hervorhob und das Ueberladene rügte. Man merkte ihm an, daß er hier auf einem vertrauten Boden war, und daß er ſich in dieſer Unterhaltung zu Hauſe und ver⸗ gnügt fühlte. So verfloß dem Fürſten eine heitere Stunde und das war viel für einen Regenten in der Zeit und in dem Ländchen, eine ganze Stunde ungeſtörter Ruhe; dieſe ſollte aber auch jetzt nicht länger dauern.
Herr Jacob Uit⸗den⸗Eng mußte ſich entfernen; auf ein Wort Philipps folgte ihm der Hofkapellan und eben glaubte der Biſchof, noch freier und noch vertraulicher gern gehegten Anſichten Luft machen zu können an der Seite des Mannes, den er faſt mehr liebte als achtete, obſchon dieſer nie ein Schmeichler war und ſeine Strenge faſt immer hart anſtieß gegen die leichtere Denkweiſe Philipps. Aber da trat ein dienender Edelknabe ein und bat um Gehör für drei Benediktinermönche, welche wegen dringender Urſachen mit dem Biſchof ſprechen wollten.
„Wir kennen dieſe dringenden Urſachen,“ antwortete Philipp; „Klagen über den Prior, über Laien, die nicht beichten wollen, oder über die weltliche Obrigkeit, die ihnen zu nahe tritt, wenn man ihnen Glauben ſchenken ſollte; vielleicht gar Unverſchämte, die von Neuem zum großen Schaden aller Handwerker Handel im Kloſter trei⸗ ben wollen. Ich will ſie nicht hören, wenigſtens jetzt nicht — laß ſie gehen oder warten.“
„Hochwürdiger Herr, ſie bitten ſehr, ſie nicht ohne Audienz weggehen zu laſſen, denn ihre Sache ſei von großem Belang und gehe Euer Durchlaucht ſehr nahe anz ſo haben ſie mir wenigſtens geſagt — ſprach der Edelknabe.“
„Mönchsſtreiche, die kennen wir.“
„Aber Herr, weiſet ſie nicht von Euch,“ bat Bal⸗ duin. „Denkt an die Fabel Eures geliebten Aeſopus; eine Maus rettete wohl einen Löwen, warum ſollte ein Möchlein nicht etwas für einen Biſchof thun können!“ „Es gibt wenigſtens einen Mönch, der ſehr viel ge⸗


