Teil eines Werkes 
1. bis. 3. Bändchen (1847)
Entstehung
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nomen Deus das Brod des Lebens und führen euch zu dem Quell, der den ewigen Durſt loͤſcht. Proficiat, Brüder!“ — Und er leerte ſeinen Becher. — „Dafür halten wir euch auch ab von den Ketzereien und beten für eure Seelen und .

Da ſtand der Jüngling auf und trat dem Tiſche näher, an welchem ſie ſaßen, und ſprach mit ſtrengem Ernſt:

„Betet für euch ſelbſt, ihr Unglücklichen, die ihr den Gott läſtert, den zu verkündigen eure Pflicht wäre!“

„Ihr habt wenigſtens keinen Beruf, uns Ermahnun⸗ gen zu halten, Laie,“ rief einer der Väter mit mönchi⸗ ſchem Uebermuth.

„ „Der Beruf erging an Alle, wie die Schrift für Alle iſt.“

„Die Schrift für Alle! Hoͤrt ihr es, Fraters 2 Hort ihr? Armſeliger Neuerer! In welchem Kloſter denkt Ihr, Euer Gelübde abzulegen? Und in welchem Kirchenvater habt Ihr das gefunden?“

„Ich habe ſchon mein Gelübde abgelegt, das zu ſprechen im Namen der Wahrheit, und meine Kenntniſſe ſuche ich in dem einzigen Brunnen alles Lichtes. —“

Mit den Worten ergriff er das Buch, In welchem er früher geleſen und drückte es innig an die Bruſt. Es war eine lateiniſche Uebertragung des Evangeliums. Dieſe Begeiſterung ſchien den Moͤnchen ein unbezahlbarer Stoff zu Witzeleien. Keiner ihrer frühern derben Scherze hatte mehr Lachen erregt, als Pauls ernſtes Wort. Sie waren unerſchöpflich in ſpöttiſchen Beifallsbezeugungen, welche ſeine ſanfte Stimme gewiß übertönt haben würden, wenn er hätte ſprechen wollen, aber er ſchwieg, denn er ſah wohl ein, daß jene ihn doch nicht verſtehen würden.

Einer von ihnen aber, der am wenigſten getrunken hatte, wandte ſich mit ernſter Miene zu Barendz, der gleich ſeiner Tochter, der ſtumme, doch nicht theilnahmloſe Zeuge des Auftritts war, zog ihn zur Seite und ſprach: