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nahme für Jemand, der ſo wenig das Glück hatte, ihm zu gefallen.
„Vater, ihr vergeßt alle Billigkeit, wenn ihr ſo ſprecht. Krelis Louwen hat mein Wort und ich denke an keinen Andern und Meiſter Paul ſpricht nie ſo ſcham⸗ loſe Worte, wie der Prior von St. Marien, wenn der hier einkehrt. Aber ich habe ihn gerne, weil er ſo ſchön zu erzählen weiß aus aus ja, ich glaube, daß er aus den deutſchen Legendenbüchern liest. Und ihr würdet auch nicht ſo hart gegen ihn ſein, wenn ihr wüß⸗ tet, daß er eben ſo viel Carolusgulden zu verzehren hat, als wir Pfennige bei ihm vermuthen.
Wahrſcheinlich wünſchte Stinchen keine Antwort auf dieſe Bemerkungen, denn ſie verließ ſchnellen Fußes das Wohnzimmer, ging in die Wirthöſtube und ſtellte ſich dann an die Hausthür, um ihren Schüzling zu erwarten.
„Mit Wibern läßt ſich nicht plaudern,“ brummte Barendz in ſich hinein. „Die haben eine Zunge, die werden biſſig, die brauſen auf und find klug genug, gleich zu merken, wo es fehlt. Hätte der Menſch noch einen guten Ranzen bei ſich, aber, ach Gott, ein Bündelchen; ich glaube, bei meinem Patron! es ſind am Ende nur Bücher darin. Bücher! Ich möchte doch wiſſen, wozu Bücher eigentlich dienen. Aber das iſt beſchloſſen, trotz Stinchen und ihrem Keifen, trotz Stinchen und ihrem Weinen, der Menſch ſoll heraus, aus dem Hauſe heraus und das noch vor Mittag! — Mit dieſem ſchönen Vorſatze empfing der Wirth ſeinen Gaſt.
Doch wir haben faſt die andern Leute vergeſſen, die ſo plötzlich hereindrangen. Es waren fünf Mönche. Sie trugen das Ordenskleid der Benediktiner. An einem klei⸗ nen Tiſch nahe dem ſchmalen Fenſter mit den kleinen bleigefaßten Scheiben ſaßen ſie nicder; da war es am hellſten und Helle bedurften ſie zum Spiel; ſie forderten nämlich Würfel und ein Spielbrett und begannen mit der Gier des Hungrigen, dem man gute Speiſen vorſetzt.


