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euch,““ welches ſie einem aus der Ferne zurufen. Sind es nicht ſchon vier Tage, daß er in meinem Hauſe iſt? Weiß ich ein Sterbenswörichen davon, woher er kommt und wohin er geht? Und das noch gar in einer Zeit, wo Waldenſer, Albingenſer, Huſſiten, Lutheraner und wie die Ketzer alle heißen mögen, unſer Land überſchwemmen, wie Bienenſchwärme im Juli?“
„Von den Bienen weiß man, daß ſie Honig bringen,“ fiel Stinchen mit der Faſſung ein, welche keiner Frau mangelt, die eine Laune oder einen Günſtling zu verthei⸗ digen hat.
„Von dieſem Jüngling weiß ich, daß er kein Betrü⸗ ger ſein kann; es iſt klar, möchte ich ſagen, daß er auf den Hügel gegangen iſt, um da zu beten.“
„Um zu beten? Und konnte er das nicht auch in ſeinem Kämmerchen thun? Habe ich da nicht ein treu Conterfei der benedeiten St. Aldegunde, vor dem ein frommer Chriſt ſeine Andacht ſehr wohl verrichten kann.“
„Ja wohl, Vater, aber das können wir nicht ſo be⸗ greifen. Meiſter Paul iſt gewiß ein Klerk, ein Redery⸗ ker, oder wie man's auch nennt, ein Poet, der Verſe macht, und ich habe ſchon oft gehört, daß ſolche Menſchen am liebſten in der freien Luft ihren Gedanken nachhängen.“
„Gedanken nachhängen! das iſt keine Arbeit und vom Müßiggang kommt wenig Gutes; das ſehn wir an unſern Mönchen, St. Aldegunde verzeihe mir das Wort. Und kurz und gut, ich herberge den Jungen nicht längerz wenn er heute nicht vom Weggehen ſpricht, dann thue ich das. Er mag nach Utrecht gehn, da lauft ſo man⸗ e 6*
„Vater, Vater!“ rief das Mädchen, während eine Thräne ihr in's Auge trat.
„Ach, auch das noch? Hat er mit ſeinem fremden HGeweinel am Ende dir den Kopf verdreht?“ fuhr der Vater auf, roth vor Aerger über den Beweis ihrer Theil⸗


