Teil eines Werkes 
1. bis. 3. Bändchen (1847)
Entstehung
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„Meiſter Paul, oder Meiſter Pont, wenn das euer Handwerk iſt, kommt er denn heut, der Geſell, den ihr hier erwartet.“

„Ich möchte es wünſchen, Meiſter Barendz; ich hoffe es, bin aber nicht gewiß davon; übrigens bleibe ich nicht länger und warte nur heut noch.“

„Nun ich ſage euch mit ſtiftiſcher Geradheit, daß mich das freut, denn ſeht, ich halte nicht viel von den jungen Flauſern, die den ganzen Tag nichts zu thun ha⸗ ben, als in gedrucktem Gekrabbel zu leſen und Morgens nach der Frühmette lange Spaziergänge machen, wenn noch kein Chriſtenmenſch, der ein ehrlich Handwerk treibt, auf des Herren Wegen zu ſehen iſt. Auf viele Stunden im Umkreis iſt mein Haus bei Bürger und Bauer in gu⸗ tem Ruf und Namen, und eines fremden Ausländers willen will ich nicht . . . . ..“

Ein wildes Hereinſtürmen mehrer Gäſte hielt den guten Mann ab, feine Rede zu vollenden; dem Jüngling ſah man an, daß er nicht viel darauf antworten werde, er zog vielmehr ſehr ruhig ein Büchlein aus der Taſche und fing an, ſehr aufmerkſam darin zu leſen.

Wir würden uns den mürriſchen Empfang gleich ha⸗ ben erklären können, wenn wir Zeugen eines Geſpräches geweſen wären, welches grade vor Meiſter Pauls An⸗ kunft zwiſchen Barendz und dem jungen Mädchen, ſeiner Tochter, Statt fand. Als ein Hausvater, der ſtreng auf Ordnung hielt, hatte er ſie gefragt, warum die Haus⸗ thür ſo früh ſchon aufgeriegelt worden ſei?

„Der junge Fremde iſt ausgegangen, um die Sonne aufgehen zu ſehn, Vater.“

„Ha, hm, das könnte die Nordſonne ſein *); das fremde Geſchmeiß ſaugt am Ende einen wohlgeſeſſenen Mann aus und bezahlt dann oft mit einem „„Gott lohn's

*) Entſpricht dem deutſchen: Mit dem Nebelkarren aus⸗ ziehen, ſich entfernen, ohne zu zahlen.