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allem wahrhaft Schönen offen war. Auf einem ſchmalen Pfade fortſchreitend, ſah er wieverholt um und zwar mit der Unruhe eines, der Jemand erwartet, welcher nicht kommt. So folgen wir ihm immerzu, bis er nach einer Viertelſtunde einem Hauſe naht, welches ein Mittelding ſchien zwiſchen einer Bauernwohnung jener Zeit und ei⸗ nem Bürgerhauſe. Es war die weit und breit bekannte Herberge: Zur Fürſtin Maria, wie das buntgemalte Aushängeſchild deutlich ſagte, denn in dem Reiſenden ſtack gewiß mehr oder weniger böſer Wille, der in dem dun⸗ kelbraunen Thier, welches doch vier Beine hatte, nicht ein Pferd, und in der ſchrecklich aufgeputzten Frau nicht die junge Gräfin Maria, im Ganzen nicht eine Darſtellung des Falles hätte erkennen ſollen, welcher ihr das Leben koſtete.
An der Schwelle dieſes Hauſes wurde der Jüngling von einem friſchen Landmädchen empfangen, welches offen⸗ bar ſeine Rückkehr erſehnt hatte; denn nachdem es ihn mit recht freundlichem Lächeln gegrüßt, ſprach es:
„Es war ſehr früh, als ihr ausginget, Meiſter Paul, und es iſt gut, daß ihr zurück kommt. Tretet einz ein junger Magen bedarf eines kräftigen Frühſtücks, wenn junge Beine ſchon vor Sonnenaufgang einen weiten Weg ablegten.“
„Ihr habt zu viel Sorge für mich,“ entgegnete er, ihr folgend. Sein Holländiſch verrieth ihn durch die Aus⸗ ſprache gleich als Deutſchen. Ein weniger freundlicher Gruß ais der des Mädchens blickte aus dem mürriſchen Geſicht des Mannes, der, als Hausherr, an dem langen eichenen Tiſche, auf dem das Frühſlück bereit ſtand, den Hauptplatz eingenommen hatte. Schweigend reichte er ihm den grobgeſchnitzten hölzernen Becher zum Morgen⸗ trunk und ſchweigend ſetzte ſich der Jüngling ihm ge⸗ genüber.
Die höſe Laune des Wirths mußte ſich endlich Luft machen;


