Teil eines Werkes 
4. bis. 7. Bändchen (1847)
Entstehung
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werdet Ihr nicht ſo handeln, nicht wahr 2 Ich würde bei Gott gegen Euch zeugen müſſen! Gegen einen Vater! O das wäre hart!“

„Du rührſt mich ſonderbar. Nun wohl, ich gebe Dir nach . Stirb ruhig darauf. . Du haſt ihr einen guten Dienſt bewieſen, denn ohne Dich hätte fie gewiß den Scheiterhaufen beſtiegen.“

„Noch einmal Dank Euch! Und jetzt Eure Hand „und die ihrige . „ tretet näher, ich kann Euch nicht wohl unterſcheiden, es zittert mir. ein dichter Nebel Iſi dieß der Tod? „Er iſt nicht bitter! Herr Jeſus, ich komme, denn Du winkſt. — Schweſter, Ihr habt mehr gekämpft, wie ich. Euer Tod wird noch ſüßer ſein bei unſerm Erwachen .

Aber die Worte glitten alle flüſternd und unſicher von ſeinen Lippen und als er vom Erwachen ſprach, da ent⸗ ſchlief er — und da erwachte er jenſeits. Seine Bibel war ſeiner Hand entſunken.

Junker Karl, der kniend gehorcht hatte, nahm ſie vom Boden auf.

„Was thuſt Du da?“ frug der Herzog, der eben des Todten Stirne geküßt hatte.

„Ich nahm das Erbe meines Bruders zu mir, um zu ſterben, wie er,“ war die Antwort.

„

Der Herzog von Geldern hielt Ottilien treulich Wort; er empfahl ſie ſelbſt ſeinem Bundesgenoſſen, dem Herzog von Cleve. In dieſer Stadt empfing ſie auch ihre Klein⸗ odien zurück, welche ſie, während ſie Geldern durchreiste, zu groͤßerer Sicherheit bei einem ihrer kuilenburgiſchen Glaubensgenoſſen zurück gelaſſen hatte. Ohne weitere Hin⸗ derniſſe kam ſie nach Wittenberg.

. Silvio folgte ihr nicht dahin; der Herzog von Geldern hatte ihn als Edelknaben zurück gehalten. Durch Enri⸗