Teil eines Werkes 
4. bis. 7. Bändchen (1847)
Entstehung
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Der Herzog ſieckte Paul ſeinen eigenen Ring an und ſprach:

„Es konnte ein bösartiges Fieber ſein, dafür wäre dieſer Smaragd ſehr gut.“

„Sollte eine Reliquie nicht mehr helfen?“ frug der jüngere Karl in einem Tone, der nicht ganz frei von Spott war.

„Der Rath iſt gut!“ ſprach der Herzog und zog eine Reliquie zwiſchen den Falten ſeines Hemdes hervor. Die drückte er feſt an Pauls Stirn, kniete ehrerbietig neben dem Ohnmächtigen nieder und betete die Litanei des Hei⸗ ligen, deſſen Gebein hier Hülfe bringen ſollte.

Der Junker wandte lachend den Kopf zur Seite.

Nach einer Weile kehrte der Alchimiſt zurück, be⸗ gleitet von einem Diener, welcher Arzneien aller Art trug; mit vieſen begann der Meiſter jetzt auf Paul einzuwirken, wobei er geheimnißvolle Worte in einer fremden Sprache brummte, von denen keiner etwas verſtand, an deren Kraft aber jeder glaubte. Endlich kehrte auch Pauls Befinnung zurück; ſein Auge fiel alsbald auf den Herzog, der noch ſtets neben ihm kniete und mit ſorgenvollem Blick an jeder ſeiner Bewegungen hing.

Flehend erhob er die Hände zu ihm und bat mit leiſer Stimme, denn die übergroße Aufregung war jetzt vollſtändiger Ermattung gewichen:

„Mein Vater, mein Gefühl ſagt mir, daß ich nicht manche Stunde mehr bei Euch ſein werde. Gewährt mir aber eine Bitte, bevor wir ſcheiden!“

„Sprich, Lieber, ich gewähre dir Alles, was in meiner Macht ſteht.“

„Es ſteht in Eurer Macht, Herr eine edle Jung⸗ frau, welche mit mir gefangen genommen wurde . . ſie 3 aus dem Stift, aber ſie hat nie etwas gegen Euch gethan. . .

„Wohlan und was willſt du? Ihre Freiheit 2“

„Ein freies Geleit bis jenſeits Eurer Grenzen.