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waren, brachte er einen Trinkſpruch aus und lauter Jubel miſchte ſich in das luſtige Klingen der Pokale.
„Wo der Feldherr in ſo hohen Ehren gehalten wird, da mag auch ſein Kriegsgefährte willkommen ſein!“ rief jetzt eine kräftige Männerſtimme, und ein Mann in der Uniform des Hauptmanns drängte ſich trotz allem Ab⸗ wehren der Diener und Pagen bis zu Karels Armſtuhl. Bertmann kniete zu ſeines Herrn Füßen nieder.
„Was ſoll das heißen, Hauptmann?“ frug dieſer.
„Ich bringe Gefangene, Herrl und .. .5
„Gefangene? Sind die vom Stift oder die Hollän⸗ der den Unſrigen läſtig gefallen?“ rief von Roſſum freudig.
„Wo habt Ihr Beute gemacht?“
„Eine kleine Anzahl der Unſrigen war durch Ueber⸗ macht gezwungen, das Gebiet des Stiftes zu räumen und floh, wohin es eben ging. Unglücklicherweiſe liegt Ever⸗ dingen auf holländiſchem Grund und Boden und aber verzeiht, Herr, der Ausgang . . .
„Bei meinem Patron, der iſt nicht ſchwer zu rathen,“ rief Karl heftig; „und dennoch war mir der Waffenſtill⸗ ſtand dießmal nicht unangenehm, obwohl mir von der an⸗ dern Seite die zweideutigen Holländer als Feinde lieber find, wie als Freunde“ — Und es lag ſo viel Schwanken zwiſchen Aerger und Unzufriedenheit im Tone des Herzogs, daß der Hauptmann mit friſchem Muthe fortfuhr:
„Die Stelle jedoch, wo wir gegen die Holländer kämpften, war neutrales Gebiet und unter den Gefangenen, welche wir ihnen abnahmen ..
„Befindet ſich gewiß eine wichtige Perſon, denn ſonſt hätteſt Du die Meldung auf gelegene Zeit verſchieben können,“ ſprach der Herzog.
„So iſt es, durchlauchtiger Herr,“ antwortete Bert⸗ mann, und leiſer fügte er hinzu:
Paul Des Herzogs Stirn färbte ſich blutroth bei dem Wort,


