Teil eines Werkes 
4. bis. 7. Bändchen (1847)
Entstehung
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der vorwärts noch zurück; er legt nur die Hand an die Stirn, als ob ihn da ein plötzlicher Schmerz ergreife; dann läßt er ſie wieder finken und murmelt einige Worte, die Niemand verſteht. In ſeinen Zügen ging eine ſchreck⸗ liche Veränderung vor; es iſt, als ob das Leben aus ihm geflohen wäre und in ſeinem Auge liegt etwas Schauererregendes. Ottilie ſtützt ſich auf ihre Gefährtin, um nicht hinzuſtürzen; da aber geht Arnold auf ſie zu, faßt ihre Hände und ſpricht ſanft und faſt vertraulich, aber mit einem blödſinnigen Ausdruck in dem Geſicht, der mehr beben macht, als die leidenſchaftlichſte Verwil⸗ derung.

„Sagt mir doch, Ottilie, brennt es da drunten? Ihr könnt mir vertrauen. Ich bin einer vom heiligen Amt. Aber ich bin derſelbe, den man vordem Bakelsze nannte. Jetzt heiße ich „

Er ſchien ſich ſeines neuen Namens nicht recht mehr zu erinnern. Dann legte er ihr liebkoſend die Hand auf die Schulter:

„Euch kenne ich wohl, Ihr ſeid Ottilie Ottilie von Lauerneſſe! Und Ihr ſeid meine Braut! Und ich bin Euer Bräutigam!“

Und ehe ſie es in ihrer ungeheuren Angſt verhindern konnte, hatte er ſie feſt in die Arme geſchloſſen. Dann aber rief er auf's Neue und mit heiſerer Stimme:

„Koͤnigin des Himmels! Ich bin der Bräutigam einer Leiche!“

Und er ſtieß ſie wild von ſich weg und fügte mit ſchrecklichem Lachen hinzu:

„Das kommt von Luther!“

ſ dann faßte er ſie wieder mit eiſerner Hand und rie:

„Hu, Lutheranerin!“

„O das iſt zu viel, mein Gott und Herr!“ rief Ottilie. „Arnold wahnſinnig! O mein Heiland habe Barmherzigkeit!“

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