Teil eines Werkes 
4. bis. 7. Bändchen (1847)
Entstehung
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ner Mönchskutte möglichſt ſchnell weichend. Eine der Frauen war vie ehemalige Beſitzerin von Lauerneſſe, die Andere jenes ſchüchterne Nönnlein, welches ſich an ſie angeſchloſſen und ſie gebeten hatte, doch ihr Schutz vor dem Mann zu gewähren, der ihr fortwährend ſeine Ge⸗ ſellſchaft aufdränge.

Der Schrecken vor dem Mönch hatte Beide einen andern Weg nehmen laſſen, als den, welchen die Vor⸗ ſicht ihnen geboten zu gehn. So ſtand Ottilie nahe bei Arnold, als der Mönch ihr den Schleier mit wüſtem

Spotte abriß:

„Holla, ehrwürdige Mutter, wenn Ihr in der Welt ein Promenädchen mit uns macht, dann habt Ihr die Verhüllung der Schüchternheit nicht noͤthig!“

Aber Ottilie bemerkte es kaum, ſie verſtand keines der Worte, ihre Aufmerkſamkeit war ganz einem andern Punkte zugewandt.

Da vor ihr wurde Paul durch zwei Soldaten weg⸗ geſchleppt und winkte ihr mit der Hand ſeinen Abſchied zu. und Arnold . Arnold ſtand ganz dicht neben ihr, er, offenbar wieder der urheber all' dieſes Leides, er ſtand abermals und wieder vrohend ihr im Wege! Sie vergaß Alles, ihren Schrecken vor dem Manne und ſeinen Zorn, ihren Abſcheu vor ſeinem Thun und ihre Liebe zu ihm ſelbſt, ihre Gefahr und die Moöglichkeit, daß er ſie todt glaubt, daß ſie ihm fremd iſt; ſie will und muß Paul retten, zum Ueberlegen iſt keine Zeit. Flehend rief ſie, die Arme gegen Arnold ausgeſtreckt:

„Herr, ſchont ſeiner doch! Er ſtirbt, er iſt nicht gefährlich mehr. O laßt ihn im Frieden ſterben und tödtet ihn nicht!“

Arnold erhob das geſenkte Haupt. Er erkennt dieſe Stimme, dieſe Geſtalt, dieſe Züge . ..

„O ihr Heiligen des Himmels! Erſtehen die Todten aus ihren Gräbern?“ ruft er, aber ſo rauh und wüſt, daß Ottilie zurückſchaudert und bebt. Er ſelbſt tritt we⸗