Teil eines Werkes 
4. bis. 7. Bändchen (1847)
Entstehung
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Nit ſchneller Geiſtesgegenwart war Busſcher nach Arnolds letztem Wort vom Wagen und unter den ſich zu⸗ dringenden Volkshaufen geſprungen. War es nun Wider⸗ willen vor der Gefangenſchaft oder der Wunſch, ſich ſelbſt nebſt den übrigen Geiſtlichen zu retten; kurz er rief der Menge zu:

„Wie, wollt Ihr ſo als ungetreue Schafe Eure Hirten in die Hand der blutgierigen Wölfe geben? Wollt Ihr uns ſo verlaſſen, die wir Alles um Euretwillen ver⸗ laſſen haben? Hat Niemand von Euch eine Waffe gegen dieſe Soldknechte? Der Graf von Holland hat keinerlei Recht auf dieß Kuilenburgiſche Landſtück. Aber die Gra⸗ fen von Holland haben ſtets mehr genommen, als ihr Eigenthum war. Auf für die Ehre Gottes! Und laſſet dieſe arme Mönchlein und Nönnlein, die bei Euch ſind und Schutz bei Euch ſuchen, nicht ſo grauſam zur Schlacht⸗ bank abführen!“

Die Worte blieben nicht ohne Eindruck. Man war ohnedieß genug zum Widerſtand geneigt: Alle, welche wirklich zu den Evangeliſchen gehörten, flellten ſich vor Busſcher und ſchienen bereit, ihn zu vertheidigen.

Als der Herr von Caſtre dieß ſah, zuckte er die Schultern, er hatte nicht geglaubt, zu Zwangsmaaßregeln übergehn zn müſſen. Noch einmal ermahnte er die Bür⸗ ger zur Ordnung. Auch Paul redete beſänftigend zu de⸗ nen, welche ihn umſtanden. Als Arnold dieſen Aufent⸗ halt ſah, braußte er auf, ſprang vom Pferde

Doch da tönte neuer Lärmruf und neues Waoffengeklirr, und von einer andern Seite drangen Kriegsleute unter dem Rufe: „Geldern! Geldern! auf die Waide. Jetzt nahm Alles eine andre Wendung. Ohne Weiteres ſtürzten die Holländer auf den alten Feind los. Der Hauptmann, der beſſer zum Kriegs⸗Oberſten als zum Glaubensrichter paßte, vergaß mit ihnen ſeines urſprünglichen Auftrages. Wer von den Zuhörern die Flucht am gerathenſten fand, der benutzte den Augenblick auf's Schnellſte. Nonnen