Teil eines Werkes 
4. bis. 7. Bändchen (1847)
Entstehung
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dieß um ſo weniger, da gewiß viele Unſchuldige unter

hätten führen laſſen. Nur fordere man von ihnen Gehor⸗ ſam, daß ſie Alle aus ihrer Mitte anzeigten, und aus⸗ lieferten, welche Ketzerprediger und Volksverführer ſeien und gleichfalls alle Welt⸗ und Ordensgeiſtlichen, Männer und Frauen, die ſich unter ihnen befänden.

Ein großer Schrecken erfaßte Alle, welchen der Name galt. Paul trat ſchnell voraus, doch eben ſo ſchnell faßte Ottilie ſeine Hand und zwang ihn ſich wieder zu ſetzen.

Der Herr von Viterbo hatte ſich inzwiſchen umge⸗ dreht, und ſchaute den Prediger ſcharf an. Der kühne Mann war nicht von ſeiner Stelle gewichen und erwartete mit über der Bruſt gekreuzten Armen ruhig den Ausgang der Sache.

„Ihr ſeid Johannes Busſcher?“ frug Arnold ſtreng.

„Der bin ich.“

„Ihr ſeid alſo derſelbe, welcher die ſchändliche Ehe befördert und geſchloſſen hat, die unlängſt ein römiſch⸗ katholiſcher Prieſter einging?“

„Ich habe die Ehe des ſeligen Märthrers Johannes Piſtorius feierlich eingeſegnet.“

„Mein Herr Hauptmann!“ ſprach Arnold dann. „Ihr ſeht, es iſt der Mann, den wir ſuchen; laſſet ihn greifen.“

Es war in der That dieſe Arreſtation, welche Bakelsze hierher geführt hatte. Man ſprach überall in Süd⸗Hol⸗ land von den Zuſammenkünften bei Kuilenburg und nannte den Mann mit Namen, der da lehrte. Man wußte aus den Proceßakten von Piſtorius, vaß er deſſen Ehe einge⸗ ſegnet, jede neue Nachricht über ihn nannte ihn einen mehr eifernden Lutheraner: Urſachen genug für die Glau⸗ bensrichter, ihn aufzuſuchen. Die Weide bei Everdingen lag nicht beſtimmt genug auf Kuilenburgiſchem Gebiet, als daß ſie nicht bei einem Grafen, wie Karl V., hollän⸗ diſches Rechtsgebiet hätte genannt werden können⸗

ihnen wären, welche ſich nur durch ihre Neugier dahin

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