Teil eines Werkes 
4. bis. 7. Bändchen (1847)
Entstehung
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Weiſe wird auch die heiligſte Sache zum Gräuel und zum Aergerniß für Zwiſtſucher und Boͤswillige; dadurch ar⸗ beitet man denen in die Hand, die Anſtoß wünſchen und fordern; aber hier wird mit der Heiligen Hülfe noch Ret⸗ tung ſein. Seid getroſt; Euer Gatte iſt ein edler Mann und ich will Vermittler zwiſchen Euch und ihm ſein. Nur dürft Ihr nicht zwiſchen zwei Dingen ſchwanken, denn das iſt eine Stimmung, die zur Hölle führt,“ ſprach er mit Innigkeit. „Bekennt ihm, daß Ihr Katholikin aus Ueber⸗ zeugung und unwiderſtehlicher Neigung ſeid, dann wird er Euch lieber ſehn, wie als eine laue untreue Lutheranerin, was Ihr bis jetzt in ſeinen Augen wart. Er muß Euch ſelbſt nach dem ausdrücklichen Willen ſeiner eignen Lehre die Freiheit laſſen, welche er für ſich in Anſpruch genom⸗ men hat. Sollte er Euch aber zum Abfall bringen wollen, dann antwortet ihm darauf beſcheiden, aber frei und feſt. Folgt ihm aber treulich, wohin er Euch führen will und laßt alle Ränke und Liſten und macht Euch keinen Kum⸗ mer über eitle Vorurtheile. Johannes von Woerden war geweihter Prieſter, als er Eure Ehe einſegnete und ſeine Verirrung kann nicht hindern, daß Cornelisz Euer geſetz⸗ licher Gatte vor Gott bleibt, wenn auch die Zwiſte der Menſchen dieß anders beſchließen. So Ihr in Utrecht wohntet, dann würde die biſchöfliche Autorität dieſe Ver⸗ bindung bekräftigen; nur in dieſem Holland hat die welt⸗ liche Macht anders beſchloſſen. Und was Eure Kinder angeht, ſo müßt Ihr dieſe in Eure Arme zurücknehmen. Pater Vincent weiß wohl, daß es noch Rechte gibt, in welche der Kaiſer nicht zum Nachtheil meines Herrn eingriff, und wo nicht, dann werde ich ihn daran erinnern. ann werden wir wohl mit Eurem Manne übereinkom⸗ men, daß Ihr Beide ſie in Tugend und Ehren erzieht, bis ſie ſelbſt im Glauben eine Wahl treffen können und Ihr und ich, wir wollen den höchſten Vater und vie Heiligen des Himmels inſtändig bitten, daß dieſe Wahl eine gute ſein moge, und bis ſie einmal ſo weit ſind wer