Teil eines Werkes 
4. bis. 7. Bändchen (1847)
Entstehung
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ſlehte, Laurenz gab nicht nach. Ueberzeugt von dem Nutz⸗ loſen, ja ſelbſt der Gefahr vieſes Schrittes für ihn, den Lutheraner, beugte er ſich nicht und ihm, dem hochgeach⸗ teten Bürger, hatte man noch keine Gewalt anthun können. Als aber der Prozeß von Piſtorius eine ſo verhängnißvolle Wendung nahm, als der Name ſeiner Schwägerin ſowohl als der Seine auf ſo unheilvolle Weiſe dabei genannt wurde, jener als der der Braut, ſeiner als der eines Zeu⸗ gen bei dieſer Prieſterehe, da fand der umſichtige Mann es gerathen, Vorſorge zu nehmen, ehe man gegen ihn ein⸗ ſchreiten könne. Er beſchloß darum, ſein Handlungshaus nach Antwerpen zu verlegen, hatte dazu ſchon alle Maaß⸗ regeln genommen und der Tag war feſtgeſetzt, an welchem er mit ſeiner Familie abreiſen wollte. So ſollte Aafke zugleich aus dieſem Strudel von prieſterlichen Aufhetzungen und Verführungen gezogen werden und er hoffte auf neue Tage des Glückes.

So aber verſtanden Pater Vincent und Aafke die Sache nicht. Wie! Sie ſollte ihre Kinder nach Antwerpen führen, wo das Lutherthum ſo frei das Haupt erhob? Sie follte da eines treuen Hirten beraubt ſein, der ſie auf dem Pfade des Heils zurückhielt? Sie wußte im Voraus, daß Cornelisz ſie da mit Lutheranern umringen, daß dort nie mehr an eine Einſegnung gedacht werde und ſo würde ſie in Sünden und Schande fortleben. Was war da anzu⸗ fangen? Was rieth ihr der Pater? — „Ihr ſollt damit beginnen, daß Ihr für Eure Kinder ſorgt,“ war deſſen Ant⸗ wort. Und es wurde beſchloſſen, daß ſie ihm zur Erzie⸗ hung anvertraut werden ſollten, daß die Mutter ſie in der Nacht vor der Abreiſe entführen und ihm bringen, und ſelbſt nie wieder zu ihren Manne zurück, ſondern in ein Kloſter gehen ſolle; von dort aus ſollte ſie dann ihren mütterlichen Antheil herausfordern und ihren Gatten durch dieſe Trennung und die Beraubung von Gut und Blut zu einem Schritte zwingen, der ihn vielleicht wieder zum Eigenthum Roms machen werde⸗