Teil eines Werkes 
4. bis. 7. Bändchen (1847)
Entstehung
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bald Statt haben ſoll, Frauchen! Ich habe Befehl, Euch in den Kerker zu führen;“ rief eine Stimme hinter ihr und dem Worte folgte die That. Johanna Bakelsze wurde abgeführt.

Ich habe, glaube ich, mit der Wärme der Bewun⸗ derung von dieſem erſten Blutzeugen geſprochen; denn als Proteſtantin glaube ich, daß er ſein Opfer einer würdigen Sache brachte. Sind welche unter meinen Leſern anderer Meinung, gut, ich will Niemandes Ueberzeugung verletzen. Ich weiß mit ihnen, daß es nicht für und nicht wiver eine Idee ſpricht, wenn ſie Märtyrer für ſich aufweiſen kann. Kein Religionsſyſtem, wie wunderlich es auch zu⸗ ſammengeſtellt ſein mag, iſt ohne Märtyrer, oder doch wenigſtens nicht ohne ſolche, welche Muth und GEifer genug hatten, es zu werden. Nur für die ſtandhafte Treue dieſes Piſtorius, für ſeinen unerſchütterlichen Glau⸗ ben an ſeinen Herrn und Gott, für ſein uneigennütziges Feſthalten an dem, was er für Wahrheit hielt, für das Leben, welches er in Einfalt des Herzens und ohne damit zu prunken, für dieſe Wahrheit hingab, nur dafür fordre ich von Allem, ſelbſt von denen, welche glauben, daß er es für einen Irrthum hingab, dieſelbe Achtung, welche ich keinem Märtyrer verſagen kann, für welche Ueberzeugung er ſich auch geopfert haben mag.“

XXVII. Am Rande des Abgrundes.

Am Tage nach dem Märtyrertode von Piſtorius ſah ein Mann, der vor der Frühmeſſe ſinnend an dem ruhigen Das Haus Lauerneſſe. I. 18