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Ruard Tapper, der ihm noch immer zuredete, doch zu beichten. Aber Johannes erwiederte ruhig:
„Ich habe geſündigt und als Sünder bin ich des ewigen Todes würdig; aber Jeſus Chriſtus iſt mein Herr und Seligmacher. Durch ihn allein hoffe ich, ja ich bin des feſten Glaubens, fügte er mit heiliger Freude hinzu, daß ich am ewigen Leben werde Theil haben.“
Man hatte ihm die Hände feſt gebunden und er konnte ſie nicht falten; dem erhabenſten aller Märthrer nachfolgend, auf den das Auge ſeiner Seele feſt geheftet war, betete er:
„Herr, rechne ihnen dieß nicht zur Sünde!“
Dann rief er triumphirend, wie wenn er den Schmer⸗ zen hätte trotzen wollen, welche noch kommen würden.
„Hölle, weß rühmſt Du Dich nun? Tod, wo iſt dein Stachel? den Tod verſchlang der Sieg Chriſti mei⸗ nes Herrn!“
Jetzt wand ſich der morderiſche Strick um ſeinen Hals und doch nein, die fromme Grauſamkeit hatte beſchloſſen, ſeinen Todeskampf zu verlängern. Ein Domi⸗ nikaner, wie andere wollen ein Franziskaner, beſtieg ein Gerüſt und begann eine Bußpredigt voll glühender Schwär⸗ merei und wilder Berxedſamkeit, in welcher die Ketzer ge⸗ ſchildert wurden, wie man nicht anders von ihm erwar⸗ ten konnte. Er erwarb ſich wenig Beifall, man hörte ihm zu mit dem kalten Schweigen der Mißbilligung; das Volk vergaß nicht, woran er nicht zu denken ſchien, daß da ein Menſch, ſein Bruder, in der ſchönſten Blüthe des Lebens, in der vollſten Kraft der Geſundheit auf des Pre⸗ digers Stillſchweigen hörte, um den letzten Seufzer aus⸗ zuhauchen, der ihm noch zogernd in der Kehle zurück ge⸗ halten wurde.
Endlich ſprach der Moͤnch ſein Amen; das mit Pech beſtrichene Holz wurde angezündet. Te Peum laudamus! rief van Woerden mit feſtem Tone; Flammen und Rauch ethoben ſich und erſtickten ſeine Stimme, welche nicht auf⸗


