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Aafke hielt ihn am Rocke zurück, Ottilie umfaßte flehend ſeine Kniee. Er nannte ſie leiſe und gerührt beim Na⸗ men, dann aber wandte er ſich ſchnell von ihr ab, wie zu⸗ rückbebend vor ſeiner Nachgiebigkeit und ſprach lauter:
„Frau, ſeitdem ich verlernen mußte, Euch zu lieben, ſeitdem habe ich verlernt, Euch zu kennen.“
Und er riß ſich ſchnell von ihr los und ſie ſtürzte zuſammen. Er ſah nicht um. Ein leiſes Stöhnen der Sterbenden ſagte, wie viel Antheil ſie an der Scene nahm.
Er ſah nicht um, er wollte weiter. Da aber ver⸗ traten ihm Hugo und Laurenz den Weg.
„Haltet mich nicht auf, Unglückliche! Die Zeit iſt koſtbar. Die Verdammung meiner Mutter, oder Euer Si. Ihr Ketzer! Denkt nicht, daß ich zaudre bei der
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ſein Degen entflog glänzend der Scheide.
„Mein Gott! Womit habe ich ſolch ein Sterbebett verdient!“ rief die Kranke, deren letzter Lebensfunken durch den herzzerreißenden Schmerz noch einmal aufflammte. Dann erhob ſie ſich mit aller ihr noch bleibenden Kraft trotz aller Bemühungen Johanna's und rief laut:
„Schande über dich, Arnold! Du biſt ein ſchlechter Sohn, daß Du ſo Deine Mutter marterſt „„
„O verzeiht ihm! flehte Ottilie.“
„So ſcheidet doch in Frieden!“ bat Paul.
Als Johanna ſah, daß Niemand wich und Niemand zurücktrat, glaubte ſie der Scene dadurch ein Ende zu machen, daß ſie noch einmal zu ihnen ſprach, die ſie doch liebte, aber in ihrer Eile ſtieß ſie die Lampe auf dem kleinen Tiſche neben dem Bette um; ſie ſiel und erloſch. Es war die einzige, welche das Zimmer erhellte. Das völlige Dunkel vermehrte noch die Angſt, welche Alle er⸗ faßt hatte.
„Aus dem Wege, wer ſein Leben lieb hat!“ ſchrie Arnold in wüſter Wuth; ein dumpfes Getöſe, wie von


