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Erwartung deſſen, was folgen werde, denn Paul ſchien tief ergriffen und Arnold ſprach mit tiefer Ueberzeugung; es galt hier ein großes Intereſſe und die Antwort ſollte entſcheiden, ob dieſe Menſchen ihre Hoffnung auf ein Ge⸗ bäude menſchlicher Erfindung ſetzten, welches durch ſeine Vertheidiger nach Luſt und Liebe gedreht und gewandt und aufgegeben werden konnte, um Eintracht und Frieden zu bewahren, oder eine Lehre göttlichen Urſprungs, die nicht verläugnet werden durfte, ſelbſt nicht, wenn es galt, an einem Sterbebett Frieden unter Blutsverwandten zu ſtiften. Und Paul erkannte beſſer, als Alle die Wich⸗ tigkeit dieſes Augenblickes.
„Davor behuͤte mich Gott,“ ſprach er, das fromme Auge zum Himmel erhebend; „daß ich widerrufen ſollte, was ich mit ſeinem Segen als Wahrheit gepredigt habe; daß ich vor all dieſen Mitgliedern der neuen Gemeinde und Angeſichts dieſer Sterbenden, welche damit gegen mich bei Gott zeugen würde, meinen Herrn und ſein heilig Evangelium verläugnen ſollte; daß ich Handel treibe mit meinem Gewiſſen und mit der Ruhe derer, die ſich mir anvertraut haben, und wäre es auch, um Zwiſtigkeiten und Bitterkeiten zu vermeiden.“
Dann legte er ſegnend die Hand auf die Stirne der Wittwe und fuhr in feierlichem Tone fort:
„Nein, ſterbet ruhig auf das Wort, welches ich Euch gepredigt; es führt zur Seligkeit.“
Dann trat er neben Arnold, in deſſen Hand er nun ſein Loos legte.
Man ſah den Andern an, daß ſie neu auflebten, und ergriffen waren durch eine ſo ruhige und würdige Sprache, wie dieſe, doch bebte mehr als einer von ihnen, denn des Hauptmanns Augen flammten und man ſah ihm an, daß nur verbiſſene Wuth ihm die Lippen ſchloß.
„Dann fort ohne Weiteres!“ rief er endlich mit Mühe, den Jüngling mit ſich fortreißend, doch es war nicht mehr an ihm, den Ort zu verlaſſen, wie er wollte:


