Teil eines Werkes 
4. bis. 7. Bändchen (1847)
Entstehung
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wie die der Sterbenden, jetzt plötzlich in wilde Raſerei umſchlug, welche ſeine Augen flammen ließ und alle ſeine Züge verzerrte. Er flog empor:

„Nun dann werde ich Euch gegen Euren Willen aufdringen, was Ihr unſinnig von Euch weist“ — und er wollte weg.

„Nein, Arnold, das ſollſt Du nicht,“ ſprach Johanna ihm feſt den Weg vertretend. „Du ſollſt ruhig mit uns hier bleiben und dieſe letzte Stunde nicht noch banger machen, wie ſie iſt. Die Mutter wollte ihre Kinder und Freunde ruhig um ihr Todesbett verſammelt ſehn und Du ſollſt keine Störung bringen, während wir einig ſind.“

„Ich werde thun, was Pflicht iſt. Zurück, ſo Ihr nicht wollt, daß ich vergeſſe, daß ihr Frauen ſeid.“

Dann ſprach er feierlich, das Haupt entblößend:

„Herr Jeſus, o ſchenke mir nur die Gnade, daß ſie durch mich gerettet werde!“

Bei den Worten ſchaute er ſich nach der Mutter um und ſah, daß Paul ſeine frühere Stelle zu Häupten des Bettes wieder eingenommen hatte und zu ihr von dem beſſern Lande ſprach, wo Eintracht herrſchen wird und ewige Liebe.

„Und Ihr folgt mir!“ rief der Hauptmann dem Prediger zu.

„Ja, ich folge Euch, damit dieſe hier Ruhe haben,“ ſprach Paul im Tone ernſten Vorwurfs; „denn ich habe mehr Barmherzigkeit mit Euerm Blut, wie Ihr ſelbſt.“

„Wenn Erbarmen in Euch iſt,“ ſprach der Eiferer mit Wärme, indeß eine ſonderdare Gluth über ſeine Wan⸗ gen floß, „dann widerruft hier Eure Lehre, die eitel iſt und gottesläſteriſch; gebt dieſe Unglücklichen ſich ſelbſt zu⸗ rück; entzaubert ſie, die Ihr bezaubert habt, damit noch bewahrt werde, was ſonſt verloren geht — und ich will Euch auf meinen Knien danken und die Heiligen werden Euch ſegnen für dieſe eine That der Menſchenliebe.“

Alle, welche gegenwärtig waren, ſtanden in banger