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an die ſanfte warme Mutterbruſt legen. Würde er Jo⸗ hanna da finden? Er hoffte es nicht und glaubte es nicht; Httilie habe ſie gewiß zurückgehalten und es ſei nicht zu fürchten, meinte er, daß er mit der Zwillingsſchweſter zuſammen ſtoße. Alles ſchien ihm jetzt leicht und gering, wenn er ſich nur mit der Mutter verſöhnen könne, wenn die ihn jetzt beklemmende Herzensangſt nur gehoben werde durch den freundlich gutherzigen Ton früherer Tage. Aber doch drückt ihn dieß beängſtigende Vorgefühl mehr und mehr, je ſchneller er dem älterlichen Hauſe zuſchritt. Auch zu Ottilien war er mit ſo raſchem Entſchluſſe hin⸗ geeilt, aber nur um eine ſchreckliche Vermuthung noch ſchrecklicher bewährt zu finden; auch jetzt wurde es ihm, als ſolle dieſer Abend ein wichtiger werden, als ſolle et⸗ was geſchehen was Er hatte ſein Pferd der Sorge ſeines Bedienten überlaſſen, ſobald er die Stadt betreten, und lief jetzt ſinnend, aber raſch längs des wohl⸗ bekannten alten Grabens hin, immer mehr ſeine Schritte beſchleunigend, bis er endlich das gewünſchte Haus er⸗ reichte. Heftig griff er nach dem Klöppel an der Thür, doch der war mit Tuch umwickelt. Das war ſonderbar, beunruhigend. Er ſtieß dreimal mit dem Degenknopf auf die Hausthür, dreimal, immer härter — man hoͤrte nicht und öffnete nicht. Das war noch ſonderbarer, noch be⸗ unruhigender. Jetzt verſuchte er mit aller Kraft, die Thüre aufzudrücken, doch den mächtigen Riegel von innen auch nur um ein Haarbreit weichen zu machen, dazu wäre mehr als gewöhnliche Menſchenkraft noͤthig geweſen; es war bereits Unſinn, das nur verſuchen. Da fiel ihm ein, daß in dem ſchmalen Gäßchen neben dem Hauſe ja noch eine andere Thür ſei, welche zu einem kleinen Portal und von da zum Wohnzimmer führte; der Knecht konnte da möglicherweiſe beſchäftigt ſein, da würde man ihm oͤffnen. Auch wollte er vorſichtiger ſein; ein leiſes, be⸗ ſcheidenes Anpochen würde bei den Frauen vielleicht eher


