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nes holländiſchen Gaſtherrn den Beſchluß faſſen laſſen, ſich trotz Allem, was ihm auch drohen konnte, wieder auf 1 Utrecht'ſches Gebiet zu wagen und ſelbſt in die Mauern der Biſchofsſtadt. Shakeſpeare's Hamlet ſagt: „Es gibt mehr zwiſchen Himmel und Erde, als die Philoſophie ſich träumen läßt,“ und zu dem Vielen rechne ich das unerklärbare Etwas, welches feſt mit einander verbundene Seelen, ſei das Band nun tiefe Uebereinſtimmung, ſei es das des Blutes, wenn ſie auch entfernt von einander ſind, im ſelben Augenblicke von ihrem Wohl und Wehe überzeugt, welches eins das 10 Nahen des andern fühlen läßt, oder ſie mit unwiderſteh⸗ licher Gewalt zuſammenführt in Momenten, wo ſie einan⸗ der am meiſten bedürfen. Was das iſt — wer könnte uns das ſagen; wir glauben nur feſt, daß es beſteht. Ziehe jeder ſeine eigene Erfahrung zu Rathe und jeder wird einen Vorfall zu erzählen wiſſen, der meinen Aberglau⸗ 3 ben, wenn ihr's ſo nennen wollt, unterſtützt. Jedenfalls iſt es gewiß, daß ein ſolches Gefühl Arnold mit geheim⸗ nißvoller Macht nach Utrecht trieb, daß eine innere Stimme ihm zurief: „Gehe zu deiner Mutter!“ wenn auch der Bote, den dieſe zu ihm geſandt hatte, ihn nicht in Dortrecht fand, wenn er auch in Amſterdam mit Men⸗ ſchen zuſammen war, an welche Einheit der Meinungen und Einheit des Willens und Strebens ihn feſſelte und er alſo keine 3 Zerſtreuung zu ſuchen brauchte. Je näher er Utrecht kam, um ſo ſtärker wurde ſeine Sehnſucht: der harte Mann wurde faſt 3 weich geſtimmt, es ſchien dem Eiferer, als habe er der Mut⸗ ter gegenüber ſeine Denkweiſe mit zu viel Härte verthei⸗ digt, er wollte ihr herzlich zureden, ſie ſanft um Ver⸗ gebung bitten für ſeine Heftigkeit und die halsſtarrige Verweigerung ihrer Liebkoſungen — o es wurde ihm all⸗ zu bang im Lehen, er mußte noch einmal das müde Haupt


