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beſſerungen in die Welt gekommen, wie ſehr weiſe Leute ſagen; warum ſollte denn in unſerer Zeit nicht auch eine Verbeſſerung in der Religion kommen ?
Und dieſe Logik lehrte ſie, ſich mit den jungen Leu⸗ ten zu vertragen;z ſie verſtand ihre Anſichten nicht und hatte geſunden Verſtand genug, dieſelben darum auch nicht verurtheilen zu wollen und ſpäter doch das werden wir ja ſpäter ſehn.
Was wird Arnold dazu ſagen? fo frug man ſich oft in dem kleinen Familienkreiſe; man fürchtete Alles von ſeiner Heftigkeit und darum wurde beſchloſſen, daß er für's Erſte noch nichts erfahren ſolle, ſelbſt nichts von der geheimen Verlobung. Bei dieſer zufälligen Begegnung ſchwieg alſo der Amſterdamer von ſeinen Verhältniſſen und äußerte ſelbſt nicht, daß er den Mann kenne, den er führte. Der wenig zum Sprechen geneigte Arnold, der dazu faſt alle Theilnahme am gewöhnlichen Leben auf⸗ gegeben hatte, dachte gar nicht daran, nachzuforſchen, ob und wo er ſeinen Führer ſchon geſehn habe, und ſo waren ſie, ohne manches Wort gewechſelt zu haben, in die Nähe des Hauſes gekommen, wo Bakelsze die Nacht zu bleiben gedachte, als aus einer Seitenſtraße zwei Män⸗ ner, die gleich Laurenz mit Licht verſehn, in weite Män⸗ tel gehüllt waren und die Tuchmützen tief in die Augen gezogen hatten, mit leichten, ſchnellen Schritten auf ſie zutraten und ſie mit einem: Seid gegrüßt, Brüder! anredeten. Ar⸗ nold erhob das geſenkte Haupt, es war ihm, wie wenn er eine dieſer Stimmen kenne. Der größte der beiden Männer faßte Laurenz beim Arme und ſprach:
„Wir bleiben heut nicht ohne Erbauung. Seht da ich bringe Euch
„Schweig, Cromhout!“ rief Laurenz ihm ſchnell und ſcharf in's Ohr und verſuchte ſich von ihm los zu ma⸗ chen, um mit Arnold weiter zu gehn.
„Ach, über die feine Vorſicht,“ ſprach Cromhout; „wer hoͤrt uns denn auf der einſamen Straße 2 Iſt es


