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Wort hören müſſen und welches laut widerhallen wird in dieſen Landen.“
„Ich beſchwöre Euch,“ fiel der Deutſche mit einer Angſt ein, als müſſe er ihn jetzt ſchon von einer wirklich gegenwärtigen Gefahr zurückhalten; „es iſt Euch nicht er⸗ laubt, Euer Leiden herbei zu führen; hütet Euch vor aller Ueberſpannung des Geiſtes, denn ſie führt zur Sinnloſig⸗ keit und bedenkt,“ fügte er leiſer hinzu, „daß ihr auch ſie,
die Frau, die Ihr liebt, dem Elende und bitteren Schmer⸗
zen bloßſtellt, indem Ihr ſo handelt.“
„O darauf iſt ſie vorbereitet und ſie wird getroſt mit mir leiden, denn ſie iſt ſtark und außergewöhnlich feſt in ihrem Glauben, meine Johanna!“
„Johanna?“ iſt das ..
„Die Jungfrau, welche Euch zu mir geſandt, von deren Muth und Eifer ihr ſchon Beweiſe habt, welche ich mit des Himmels Segen der Gemeinde der Heiligen zu⸗ geführt habe, von der ich die einzigen Lebensfreuden erwarte, die mir noch auf dieſer Welt beſchieden ſind, und ich habe die feſte Hoffnung, daß ſie meine treue Lebensgefährtin ſein wird; denn wir lieben einander mit einer Liebe, welche unſträflich in den Augen des ewig Reinen. Und kein Leid iſt ſo groß, daß wir es nicht zuſammen ertragen könnten.“
„Folget denn in Gottes Namen der Eingebung Eures eigenen Herzens,“ ſprach der Deutſche jetzt, ihm mit weh⸗ müthigem Ernſt die Hand drückend. „Jetzt befremdet es
mich nicht mehr, die junge Utrechtnerin ſo wohlunterrichtet
zu finden, ſo ganz durchdrungen von der Wahrheitz traun,
ich möchte Euch gerne einmal hören, wenn Ihr das reine Wort predigt.“
„Ihr müſſet gut und überzeugend ſprechen, „erwiederte Johannes, „und ich ſchmachte nach einer Predigt von Euren Lippen, da ihr von den großen Männern zu Wittenberg gebildet ſeid und dennoch halte ich nicht dafür, daß Ihr hier prediget, ſelbſt nicht heimlich, denn Euer Aſyl muß


