Teil eines Werkes 
4. bis. 7. Bändchen (1847)
Entstehung
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Frieden bei Gott. Und ſeitdem hatterich in der That Frieden mit Gott, denn ich bin gewiß, daß auch durch Träume der Herr mit den Seinen ſpricht, und ſo hatte ich jetzt die Gewißheit, daß Seine Gnade mir geworden

war, und mein Glaube wankte nicht mehr, und ich fuhr

im Frieden fort, mich der Kenntniß der heil. Schrift, ſo viel wie ich konnte, zu befleißigen, und die Kenntniß zu meinem und Anderer Nutzen anzuwenden. So ſeht Ihr denn ein, daß ich, der ſo ſehr ſchuldig war und dem ſo viel vergeben worden, einen doppelten Tribut von Eifer und Dankbarkeit zu bringen habe, ich hoch Begnadigter, der ich ein Verlorner war.“

„Dem Herrn ſei Lob und Dank, daß Ihr den Glauben und die Hoffnung habt, aber der Streit mit einer ſün⸗

„

F vigen Natur und einem verdorhenen Herzen iſt ein Streit,

den wir Alle kennen und wenn Ihr Euch ſelbſt erniedrigt und Euch einen groͤßern Sünder nennt, als einer von uns, dann iſt es nur Eure tiefe Demuth, die Euch beängſtigt,“ ſprach Paul, deſſen ſanfter und klarer Geiſt die Wolke bon Schwärmerei durchſchaute, welche den herrlichen Piſtorius umnebelte und Wit der ein ſo liebenswürdiges Gemüth 62 als einen“ deten Böſewicht glaubte und hin⸗ tellte. *

„Nein, ſein ief der Prieſter, „nicht aus feiger De⸗ muth ſprach „ ſondern damit der Name des Herrn ſo mehr firſdos große Werk geprießen werde, welches er in mir vollbrachte, darum iſt es auch meine Pflicht, ſeinen Ruhm mehr als alle zu verherrlichen und das öffentlich, im Angeſicht der ganzen Welt, die ſehen ſoll, wie wenig ich ihre Gebote achte, ſobald ſie ſtreiten gegen den Willen des Herrn, die ſehen ſoll, daß ich die Frau meiner Wahl ohne Scheu und ohne es geheim zu halten heirathe, da⸗ mit jeder wiſſe, was ich will. Und wenn dann der Pabſt von Rom oder ſeine Machthaber in dieſer Grafſchaft mich zur Verantwortung rufen, dann werden ſie ein hartes