Teil eines Werkes 
4. bis. 7. Bändchen (1847)
Entstehung
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maßen erſchreckte, ſo, daß dieſer, um ihn zu kälterer Ueberlegung zurück zu bringen, ſprach:

„Aber Ihr werdet gewiß damit in dieſen Landen, wo dieß Alles ganz fremd klingt, viel Aergerniß geben, und ich fürchte ſehr, daß Ihr deshalb viel leiden und dulden werdet, darum bedenket auch Das!“

„Nein, nichts bedenken, weg mit allem Zaudern, lauer Sinn kann nur ſchaden;“ rief der Prieſter auf⸗ ſpringend und mit wilder Heftigkeit, flammendem Blick und glühenden Wangen. „Es ſei damit ſo, wie es mei⸗ nem Gott gefällt und ich wünſchte wohl, daß mir ſo großer Segen würde. Was ſpreche ich von Wünſchen! Nein, es iſt kein leerer Wunſch, der aus GEitelkeit des Herzens in mir aufſteigt — es iſt eine feſte Ueberzeugung, welche ich nicht aus mir ſelbſt habe. Ich werde leiden, weil ich die Gebote der Menſchen gering achtete, und verfolgten ſie mich auch bis auf's Blut, um ſo eher und ſo muthiger träte ich in die Ehe.“

„Wenn der Herr uns ruft, um ſeiner Sache Zeug⸗ niß zu geben, dann müſſen wir Alle folgen und dankbar und freudig unſer Kreuz auf uns nehmen und ginge es auch in den Tod; aber aus eigenem Willen die Gefahr tauſchen gegen die Sicherheit, ohne daß wir dazu aufge⸗ fordert werden, das iſt tollkühn, das heißt Gott verſu⸗ S das iſt nicht die Pflicht des Chriſten,“ ſprach Paul ernſt.

„Es iſt die meine,“ fiel Johannes mit leuchtendem Auge ein. „Hört, was mich unwiderſtehlich treibt. Ich bin ein großer Sunder geweſen. Ich bin es nicht mehr. Das ſage ich nicht, weil ich mich eigener Tugend rühme, ſondern weil ich auf ſeine Gnade baue, die mehr für mich gethan hat, als für Andere. Aller Verdienſte unſeres Herrn Jeſu Chriſti bedurfte es, mir Vergebung zu erwerben. Und wie Sankt Petrus ihn mehr liebte, als die Andern, ſo will auch ich ihm groͤßere Liebe beweiſen. Ich will