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und ſein Auge, welches matt und ſchwach blickte, ſobald die Aufregung es nicht leuchten ließ, und die hohlen Wangen, welche eine blaßgelbe Farbe annahmen, ſobald die unnatürliche Rothe der Ueberreizung davon wich, ſie auch beſtätigten, daß er ſich martere und daß er in dieſem Kampfe leide. Er war auch bei weitem noch nicht zu dem Alter gekommen, wo die Leidenſchaften ſich geduldig der Vernunft fügen; er ſtand noch in dem, wo man wohl vergeben konnte, daß der Prieſter ſich noch als Jüngling fühlte.
„Es iſt gut, das Fleiſch zu kreuzigen,“ erwiderte der Deutſche ernſt, „und wer aus guter Abſicht faſtet, dabei zum Herrn betet und keinen Aberglauben dabei hegt, der handelt gewißlich gut und wohl.“
„Und doch muß es verzeihlich und erlaubt ſein, ſich ſein beſcheiden Theil an den Freuden der Erde zu wün⸗ ſchen,“ ſprach der Prieſter, ſich in die Unterlippe beißend und die gefaltenen Hände reibend. „O über dieß un⸗ menſchliche Cölibat der Geiſtlichkeit! Was wäre es denn für ein Schaden, wenn man denen, welche alle Sacra⸗ mente ſpenden müſſen, das Eine nicht vorenthielte, welches dem Menſchen das beſte Glück ſchenkt, wenn ſie, welche die Väter führen, den Gatten rathen, die Kinder erziehen ſollen, auch als Vater und Gatten fühlen dürften? Was dünkt Euch, Bruder?“ Und ohne deſſen Antwort abzu⸗ warten, fuhr er leidenſchaftlich fort:
„O ſüße Seligkeit der Liebe! O unausſprechliche Wonne der Ehe! O heiliges, heiliges häusliches Glück! und o verflucht grauſamer Hildebrand: O über die ſchänd⸗ liche menſchliche Satzung, welche Tauſenden unter Tau⸗ ſenden ein Leben führen läßt, deſſen ſchönſte Blume abge⸗ riſſen iſt! Allzu unglücklich Schickſal des Prieſters! Kein Kind wiegt ſich auf deinem Knie, keine Gattin ſitzt an deiner Seite, dich kühlt keine ſanfte Hand, wenn du glühſt, auch Du erwarmſt an keiner liebenden Bruſt, wenn du zu erſtarren drohſt, dir ſpricht kein keuſcher Mund


