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Dunkel und Hell : in zwei Erzählungen / von Carl Toepfer
Entstehung
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lerien zu beſuchen, die Werke alter und

neuer Meiſter anzuſtaunen. Seine gebeugte Seele wurde aufgerichtet in den heiteren Tem⸗ peln der Kunſt. Täglich gab es Gelegenheit,

Meiſterauffuͤhrungen klaſſiſcher Muſiken anzu⸗

hoͤren, und hatte er auch in Italien das non plus ultra der Vokal⸗Muſik bewundert, ſo bot ihm Wien das Unuͤbertreffliche des In⸗ ſtrumentales, deſſen hohe Wichtigkeit er nun erſt ſchaͤtzen lernte, indem eines Beethoven, eines Salieri Geiſt uͤberall die Wogen des Tonmeeres zu bewegen ſchien und jeder ein⸗ zelne Muſiker ſich unter den Augen ſolcher Meiſter mit allen Kraͤften anzugreifen beſtreb⸗ te. Er hätte fur die uberirdiſchen Wirkungen der Kunſt ohne Sinn ſeyn muͤſſen, wenn waͤhrend des Schauens und Hoͤrens ſein Geiſt nicht der Bleigewichte des Erdenkum⸗ mers frei geworden wäre; ſobald aber die Nacht die Staͤtten der Kunſt ſchloß, ſo⸗

bald der Himmel ſeine Sternendecke uͤber die

ſchweigenden Haͤuſer zog, dann begann ſei⸗