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hoͤheren Segen geſtaͤrktes Gemuͤth erforderlich iſt.“ .
Der Burgherr erwiderte nichts, aber ſeine Stine entrunzelte ſich und als kurz darauf Adelgonde, ſchön und bleich, wie eine uͤberirdiſche Erſcheinung in das Zimmer trat, ging er ihr entgegen, und geruͤhrt durch den unwiderſtehlichen Liebreiz der Jungfrau druͤckte er einen ſanften Kuß auf ihre weiße Stirn, ſie alſo anredend:
„Bei dem Ruhm meiner Ahnherren, Du gefaͤllſt mir wohl, Du braͤutliche Jungfrau; mache Dich gefaßt, einen Freiwerber zu em⸗ pfangen, fuͤr den manches Herz unſerer ſitt⸗ ſamen Ritterfräͤulein hoch aufſchlägt, aber des Greifenſteiners Adelgond darf ſich meſſen mit alljeder Maid in der Runde, und möchte er von Burg zu Burg traben, ſchwerlich faͤnd er eine, die alſo verdient Graͤ⸗ fin von Rauheneck zu heißen, wie Dui mein Toͤchterlein!“


