34 NMN befohlen, bis Mittag mit der Einrichtung der Fremden⸗Gemaͤcher und auch mit des Fraͤu⸗ leins Kaͤmmerlein in Ordnung zu ſeyn.“
„Da hoͤrt Ihr's,“ trieb Mutter Mech⸗ tild, zu Adelgonden ſich wendend, „nun ziehet uns kein Ungewitter herbei von des Burgherrn Zorn, und benehmt Euch minder laͤſſig und unzufrieden!“
Adelgonde, in deren Seele eine dum⸗ pfe Ruhe eingetreten war, wie wohl nach einem uͤberheftigen Schlage zu folgen pflegt, uͤbergab ſich willenlos der geſchaͤftigen Alten, und unfaͤhig, das Seltſame der Begebenhei⸗ ten einer Nacht und eines Tages in ſeinem gauzen Umfange zu erkennen, befand ſie ſich in einer Betaͤubung, die ſie weder die ſchmuͤk⸗ kende Hand der Erzieherin empfinden, noch die koͤrnigen Spruͤche hoͤren ließ, mit welchen dieſe ihr Geſchaͤft zu wuͤrzen pflegte. Erſt, als ſie vollkommen gekleidet ſich auf den Seſ⸗ ſel niederließ, damit Mutter Mechtild in ihr Haar eine guͤldne Roſe mit vielem Edel⸗


