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Dunkel und Hell : in zwei Erzählungen / von Carl Toepfer
Entstehung
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32 M ker aufzuregen — worauf deutet das, wie? daß ein Fremder unſer Schloß heimſucht, ein Fremder von Anſehn, kurz, Gondchen, daß ein edler Herr heut Mittag hier einzieht, Eu⸗ retwegen, nun ſo verſteht mich 6 zur Brautſchau!“

Ein Strom eiskalten Waſſers plotzlich uͤber den zarten Leib der Jungfrau ausgegoſſen, haͤtte kaum eine ſolche Erſtarrung bewirken koͤnnen, als das Anhoͤren der letzten Worte von Mutter Mechtilds Rede.

„Ihr ſcherzt,“ ſtotterte ſie, mit inner⸗ ſter Angſt im pruͤfenden Auge der Alten Ant⸗ wort erwartend.

„Mit nichten,“ entgegnete dieſe, „tum⸗ melt Euch, Kindchen, Ihr kennt die Sinnes⸗ art Eures geſtrengen Herrn Vaters; er haßt Zaudern und Verweilen wider ſein Gebot. Setzt Euch nieder, auf daß ich Euer Haar aufrichte und dann kleidet Euch. Wir muͤſ⸗ ſen dies Schlafkaͤmmerlein eiligſt mit dem Ruͤcken anſehn; denn der Beſchließer wird