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Dunkel und Hell : in zwei Erzählungen / von Carl Toepfer
Entstehung
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N

groß iſt, in das einzige Burgthor von Grei⸗ fenſtein hereinzupaſſiren! Laßt uns geſchwin⸗ de jenes Kleid von gewoͤhnlichem Stoff weg⸗ legen und das hellblau ſeidne mit den Spitzen⸗ Ermeln hervorſuchen; auch will ich Euch das Haar in zierliche Suce legen und auf der Stirn glatt anſtreichen —

„Wozu das Alles,“ unterbrach Adel⸗ gonde die Schwätzerin, „Ihr wißt, daß mir unnoͤthiger Prunk in der Seele zuwider iſt.“

„Unnöthig, Kind?“ fuhr Mechtild fort, „der Herr Vater gebietet es, deswegen allein waͤre es allerhöchſt noͤthig, wenn auch ſonſt kein Grund ſich vorfaͤnde; diesmal aber wer⸗ det Ihr gern Euer gutes Haͤndchen mit an⸗ legen, Euch zu zieren und zu ſchmuͤcken, wenn Ihr nur erſt einen Blick in den Burg⸗ hof werft. Da laufen die Knechte umher und ſtaͤuben die ſchoͤn geblumten Decken aus, und die Frau des Schließers treibt die Maͤgde an, die in der Sonne ausgebreiteten Pfuͤhle wak⸗