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Dunkel und Hell : in zwei Erzählungen / von Carl Toepfer
Entstehung
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ſere Neigung nicht abwägen nach dem Ge⸗ wicht des gebotnen Goldes — dennoch ſollen uns auch ſchoͤne Worte nicht allzuleicht beſte⸗ chen: auch ſie ſind oft nichts als gleiſſender

Prunk, und wir haben die Beiſpiele, daß

Minneſaͤnger gluͤhende Verſicherungen der Treue an mehr als eine Dame zu gleicher Zeit ge⸗ richtet haben.“

Nach dieſer Rede ließ der Juͤngling ſein Haupt auf den Arm fallen, welcher auf dem ſtarken Aſte ruhte, und das Linnen, aus dem aufgeſchlitzten dunkeln Ermel ſeines Kleides hervorquellend, wurde von ſeinen warmen Thraͤnen befeuchtet.

„Ich wollte Euch nicht beleidigen,“ tro⸗ ſtete ihn die Jungfrau, indem ſie nahe zum Fenſter trat, „wenn Ihr es aufrichtig meint

in Eurem Herzen, ſo vergebet mir, ich ken⸗ ur Euch nicht, und habe ſolche Worte, a Ihr geſprochen, bisher nimmer vernom⸗ men.“ 3

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