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wenig, und da hat die Frau eines Kuͤnſtlers oft ſchwere und ſorgenvolle Tage. Der Gedanke daran machte mir Unruhe; darum ſchwieg ich, bis ich dir etwas Beſſeres wuͤrde anbieten koͤnnen; hatteſt du mir doch verſprochen, mich nicht zu vergeſſen. Allein jetzt vermag ich nicht mehr zu ſchweigen; und willſt du, Marie, ſo komme ich ſchon im Herbſt zuruͤck und hole dich ab.“ Ein ſchwacher Roſenſchimmer faͤrbte wieder des Maͤdchens hleiche Wange. „Ach, lieber ganz arm ſeyn mit Ihm, als noch ſo reich, wenn Er nicht mehr da iſt!“ fluͤſterte ſie leiſe, und laͤchelte mitten in ih⸗ ren Thraͤnen. „Nun denn, ſo gebt uns euern Se⸗ gen, mein ehrlicher Freund!“ rief Reinold dem wie⸗ derkommenden Vater zu, der ſchon einige Augenblicke dem Geſpraͤch gehorcht hatte. „Wollt ihr ſie mir nicht verſagen, ſo iſt Marie meine Braut!“ — „In Gottes Namen!“ erwiederte jener mit treuher⸗ ziger Freude. „Dacht' ich mir's doch ſchon heimlich zuweilen, daß es noch einmal ſo kommen muͤßte. Und ſey Er unbeſorgt, Herr Reinold,“ ſetzte er behaglich lͤchelnd hinzu; „hab' ich gleich der Kinder viele, ſo kann ich doch noch etwas mehr fuͤr mein Töchterchen thun, als er wol meint. Iſt denn ihr Auskommen


