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anfangs nicht reichlich: zum Betruͤben karg ſolls doch auch nicht ſeyn, dafur ſteh' ich!“
Allein ſo freundlich und beruhigend dieſe Ver⸗ ſicherung war, doch waͤre ſie faſt von Reinold und Marien uͤberhort, denn der gegenwaͤrtige Augenblick er⸗ fullte ihre ganze Seele. — Geſchieden mußte es nun freilich dennoch ſeyn; aber doch mit viel heitre⸗ rem, ruhigeren Sinn, als vorher. Auch faßte Ma⸗ rie ſich jetzt ein Herz, und ihr ſüßes Stimmchen bat mit dem freundlichſten Schmeichelton um Reinolds kleines Bild. Er ließ es ihr mit Freuden, und es
troſtete ſie oſt waͤhrend des einſamen Sommers. Mit
dem Fruͤhherbſt aber kehrte der Freund ſchon zuruͤck, die liebliche Verlobte abzuholen, ohne die es ihm jetzt uͤberall leer und öde war. Und für das ganze Leben hing er mit ſo treuer, inniger Liebe an ſeiner Marie, daß er ein ehrenvolles Zeugniß ablegte gegen eine böſe Sage, welche gar mancherlei Bedenkliches vom Leichtſinn und Wankelmuth eines leicht beweglichen Kuͤnſtlerherzens zu erzaͤhlen wiſſen will.


