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ganze Zauber der kindlichſten Unſchuld ſchmuckte ſie in dieſem Augenblick ſo ſchön, daß Reinolds Hetz ſich nicht mehr voͤllig Schweigen gebieten ließ. „ Wenn ich dich malen duͤrfte, Marie,“ ſagte er, ſie ſanft umfaſſend — „ach, das wuͤrde noch ein ganz ande⸗ res Bild werden, als dieſes. An dem wuͤrde ich mit ſolcher Liebe, ſolcher Freude arbeiten, daß es mir den Beifall Aller gewinnen muͤßte, die Theil nehmen an meinem Streben. Was meinſt du?“ fuhr er bit⸗ tend fort — „willſt du mir's vergoͤnnen? und darf ich das liebe Bild auch behalten?“
„Wenn es Ihm wirklich Freude ſagte ſie — und das heitere Geſichtchen ſchien noch heiterer zu werden bei dem Gedanken — „Freude machte ich Ihm ſo gern! Wart' Er nur! ich will mit den El⸗ tern davon prechen⸗ und mrgen ſag' i Ihm Ant⸗ wort.“ — Es dauerte am aſbern Morgen laͤnger als ge⸗ wohnlich, ehe ſie erſchien; und Reinold hoͤrte lebhaft im Stuͤbchen der Mutter ſprechen. Endlich kam Marie. „Ich habe noch recht bitten muͤſſen,“ ſagte ſie mit einem leiſen Lächeln. „Denk' Er! die Mut⸗ ter meinte gar, mit dem Abmalen ſey's gefaͤhrlich. Wer ſo ein Bildchen von Jemanden habe, ſagte ſie, (ſie hat dergleichen ſchon einmal in der Stadt geſehen)
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