und wer einmal nicht mehr zu gben hut Sie blickte ernſt vor ſich hin, als ginge Ales, was ſie an Troſt und Linderung gern mehr gegeben haͤtte, und nicht zu geben vermochte, ihrer Seele voruͤber. Be⸗ wegt heftete ſich Reinolds Blick auf das liebe, ſtille Geſicht. „Du kennſt dein eigenes Auge nicht,“ ſprach er endlich. „O, es muß viel, ſehr viel vermögen, wenn es freundlich die wn des Lebens laͤcheln will, wenn es.
Eer hielt inne, und Marie ſchwieg, doch unbefangen ruhig, ganz ohne Verlegenheit, denn ſie hatte kaum die Worte ſeines Lobes verſtanden, viel weniger den Sinn, in welchem ſie geſprochen waren. Allein der Vater, der zuweilen in der Stadt gewe⸗
ſen war, und zu errathen meinte, es werde hier ein
ſtdtiſches Schmeichelwörtchen geſpendet, rief faſt un⸗ willig: „Marie, ſo gieb doch Antwort! Der fremde Herr ſagt dir ja eben was Artiges!“
Laͤchelnd ſchaute die Kleine einen Augenblick
nieder. „Lieber Herr, ich dank' ihm!“ ſagte ſie dann. „Aber ſieht er, dergleichen verſtehen wir wol eigent⸗ lich hier auf dem Lande nicht Er giebt ſich da mehr Muͤhe, als ihm gelohnt wird.“


