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Kleine Erzählungen / von Caroline Stille ; mit einem Vorworte von Therese Huber
Entstehung
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ſen Spiel, wobei ihn die Hoffnung unterſtützte, ſei⸗ nen Verluſt durch ein zweites Geſchenk, gleich dem geſtrigen, verguͤtet zu ſehen. Mit der ſcherzenden Verſicherung: ſeine Kaſſe ſey bis zum tiefſten Grunde geleert, wollte er ſich indeſſen jetzt vom Spieltiſch zu⸗ ruͤckziehen; doch dies gab der Offizier nicht zu. Man muͤſſe ſich treuer um die Gunſt des Glucks bewerben, meinte er; Franz moge nur beharren, ſo werde ſein Schaden ihm bald erſetzt ſeyn. Dieſer ließ ſich ver⸗ leiten, war aber nicht gluͤcklicher, als vorher, und hatte nach kurzer Zeit noch ſechs Louisd'or an den Fremden verloren.

Jetzt ward aufgehort, und der bisher immer ſehr höfliche Offizier aͤnderte nun plötzlich den Tonz ja, er verlangte nun ſo dringend und beſtimmt die Zahlung des gewonnenen Geldes, daß Franz, um ſich nur ohne Aufſehen aus dem Handel zu ziehen, verſprechen mußte, noch am naͤmlichen Abend daſſelbe in ſeine Wohnung zu bringen. — Woher es aber ſo ſchnell nehmen? das war, wenn die Freigebigkeit der Alten nicht half, fur ihn eine ſehr bedenkliche Frage.

Kaum hatte er die Stadt erreicht, ſo verſuchte er zum zweitenmal ſein Gluͤck bei ihr; allein ſehr